Sonntag, 8. November 2009

Novembergarten

Mein Auto ist bereits auf den Winter eingestellt. Winterreifen aufgezogen, Eiskratzer, Handfeger und Scheibenschutz liegen im Kofferraum, und dem Scheibenwischwasser ist genügend Frostschutz beigefügt.
Im Garten sind auch einige Winterarbeiten nötig. Die Sommerblumen sind entsorgt, ein letztes Mal die Spontanvegetation gejätet, diverse Stauden zurück geschnitten. Oleander, Engelstrompeten, Fuchsien usw. sind ins Haus geräumt. Das Gras hätte unbedingt nochmal gemäht werden müssen, aber es war immerzu zu nass. Also bleibts wie es ist.
Die letzten Astern sind so gut wie verblüht. Nun schmücken nur noch Gräser und die buntbeblätternen Stauden den nassen Novembergarten.
Die verschieden gefärbten Geraniumsorten überraschen und erfreuen mich jedes Jahr aufs Neue.

Absichtlich verlorene Akeleiensamen sind aufgegangen. Im nächsten Jahr wird es am Wegrand herrlich blühen
Ein paar Töpfe mit Ablegern parken noch auf der ausrangierten Holzleiter

Crataegus Beeren Luna mit ihrem typischen sturen Blick. Sie hat schon ihr dickes warmes Winterfell.
Sunny, der Frostlappen, dagegen scheint zu fragen: "Wann gehen wir wieder ins Haus?Bei diesem Topf weiß ich im Frühjahr noch was drinnen ist. Bei vielen anderen werde ich mich überraschen lassen müssen. Ich kanns mir gar nicht behalten, was wo eingepflanzt ist. Ein herrlicher Anblick ist derzeit die leuchtend gelbe Färbung der Rosa Rugosa
Leider sehe ich es nur selten, die Wildrosen wachsen beim Gartenhaus. Ich sollte mir ein paar Sträucher in den Hausgarten setzen. Mal überlegen, wohin ....


"November" ist mir mich ein Synonym für Nebel, Regen und zunehmende Dunkelheit. Jetzt, am Monatsanfang, ist es morgens noch relativ hell. Aber das wird bald vorbei sein. Man fährt im Dunkeln zur Arbeit, und wenn man abends heim kommt ist es bereits wieder finster. Ich tröste mich dann damit, dass mit dem Winterbeginn im Dezember die Tage wieder länger werden.

Freitag, 30. Oktober 2009

allein-allein


Allein-allein,.... ziemlich jeder kennt dieses Lied.
So fühle ich mich momentan.
Heute war mein letzter Arbeitstag. Meine Chefs werden bis zur Penionierung im Ausland leben und arbeiten. Hinter dem letzten Patienten habe ich heute um 18 Uhr die Türe zugeschlossen.
Alle Kolleginnen waren nachmittags nochmals gekommen, wir haben zusammen gesessen, geredet, die vorbereiteten Geschenke an unsere Chefs übergeben. Das Auseinandergehen war traurig und tränenreich. Wir alle sind uns bewusst, dass wir nie wieder ein solches Arbeitsumfeld erleben werden, wo alles zusammenpasst und harmonisch verläuft.
Und was mache ich jetzt hier, alleine auf der Couch zu Hause? Heulen. Heulen.
Zwar habe ich eine Perspektive, es geht weiter, ich habe einen neuen Job. Aber es ist einfach nur Sch****.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Nachtfrost

Die ersten Schneefälle des kommenden Winters hat es bereits gegeben. Heute morgen stand die Meldung in unserer Tageszeitung, dass auf der Zugspitze bereits 70 cm Schnee liegen und im Laufe des Tages noch 30 cm dazu kommen können.
Wir hier in "Hessisch-Sibirien" hatten schon einige leichte Nächtfröste. Jedoch in der vergangenen Nacht war es wirklich kalt. Minus 3.5° zeigte heute morgen das Thermometer an. Der Blick aus dem Küchenfenster geht Richtung Tal, dort scheint schon die Sonne und es sieht "harmlos" aus.
Die im Schatten liegenden Wiesen dagegen sehen deutlich frostelig aus.

Ich wollte ein "von oben"-Gartenfoto machen. Durch das Dachfenster ist nix zu sehen. Da sind von außen eisige Blumen aufgepinselt :-))
Also doch zur Terrassentür. Die ersten Sonnenstrahlen blitzen schon über den Dachfirst.
Die Beete werden noch eine Weile beschattet sein. Hier erkennt man wie kalt es ist.

Das alles lässt einen erst mal vor Schreck erstarren. Aber gemach, es wird nochmal anders. Es geht jetzt nicht direkt in den Winter über. Erfahrungsgemäß kommen nach solchen frostigen Nächsten die schönen goldenen Oktobertage.
Freuen wir uns drauf!!

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Der Herbst ist da

Ich zeige euch mal wieder Fotos aus meinem Garten. Es ist nicht zu übersehen. Ob es mir passt oder nicht. Der Herbst ist angekommen. Im Hintergrund sieht man das abgefallene Laub vom Kirschbaum. Die Austin Rosen, wie z.B. Charles Austin, verabschieden sich für dieses Jahr mit einer letzten Blütenwelle. Die Nachtkerzen leuchten immer noch überall im Beet, wie herrlich das aussieht. Auch die späten Astern blühen schon eine Weile. Das Laub der Hemerocallis ist bereits gelb, aber ich schneide es erst beim Frost ab. Ich finde es so schmückend
Mannshohe Aster habe ich, keine Ahnung welche Sorte das ist. Sie müssen aufgebunden werden, es geht nicht anders. Nächstes Jahr soll etwas halbhohes davor wachsen, was die braunen Stängel kaschiert. Der Wichtel hat Patina angesetzt und sich so seiner Umgebung angeglichen. Wie ein Chamäleon.
Noch immer blühen verschiedene Geraniümer. Was wäre mein Garten ohne diese Schönheiten.



Eine Gartenfreundin sagte, dieses nasse Gras sieht aus wie ein diamantenbesetzer Staubwedel. Ich hab das Gras geschenkt bekommen. Mir merke grade, dass ich noch keinen Namen dazu weiß. Ich muss mal nachgucken. Oder weiß es jemand von euch??
Miscanthus sinensis "Silberfeder". Ich dachte schon, es wollte dieses Jahr gar nicht blühen. Es hat lange gebraucht, bis es die Stängel betrieben hat.
Am Muskatellersalbei erfreue ich mich immer noch. Ich bin gespannt ob er sich aussät und nächstes Jahr wieder auftaucht.
Die Ringelblumen haben ihre beste Zeit nun hinter sich.
Ebenso bereits viele Hosta.

Na sieh mal einer an! Diese Kohlweißlings-Raupe hat sich wohl in der Zeit geirrt.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Volkswandertag

Übermorgen findet in unserem Dorf ein Volkswandertag statt. Die Vorbereitungen zu diesem Ereignis laufen schon einige Zeit. Der hiesige Sportverein, in dessen Vorstand mein Mann ist, fungiert als Ausrichter. So sind wir beide mit einem befreundeten Pärchen vor ein paar Wochen die Wanderstrecke abgegangen. Zwei Wegführungen und die entsprechende Laufzeit mussten erkundet werden, eine kurze Strecke von etwa 8 km und eine lange Strecke von 16 km. Zusätzlich geeignete Rastplätze, zu denen problemlos die Verpflegung für rund 100 Wanderer gebracht werden kann.
Am letzten Augustwochenende passte das Wetter, alle vier "Vorläufer" hatten Zeit, so sind wir Sonntag morgens um 9 Uhr losmarschiert.
Hier haben wir bereits den ersten Berg überwunden und sind beim alten Dorfschwimmbad angelangt. Eine Weile wurde er als Löschweiher genutzt. Mittlerweile ist er mit Fischen besetzt und ein paar Enten haben sich dort angesiedelt.
Langsam aber stetig ansteigend führt der Weg durch den Wald Richtung Viehweide
Die nächste Steigung ist geschafft. Die Mühe wird mit einem herrlichen Weitblick belohnt.
Noch immer sind überall die Spuren den verheerenden Orkans "Kyrill" am 17. Januar 2007 zu sehen. Früher war hier an dieser Stelle tiefer dunkler Nadelwald, der Boden ganzjährig feucht/nass.
Wie schnell jedoch die Natur ihr Terrain zurück erobert. Gräser, Fingerhut, einige Sträucher; die ersten kleinen Bäume sind bereits zu sehen.
Die orangen Beeren der Ebereschen leuchten von weitem
Äußerst invasiv vermehrt sich das indische Springkraut. Ich beobachte es etwas zwiespältig. Zum einen ist es eine ausgiebige Nektarquelle für Bienen und Wespen. Zum anderen drängt dieses Kraut eben dadurch die heimischen Gewächse stark in den Hintergrund.
Der große Growian und sein kleiner Bruder

Von überall her sichtbar - der Fernseh-Sendeturm Angelburg

O Täler weit, o Höhen, ...

Und wer da denkt, wir würden in sanft hügeligem Gebiet wohnen - hah, mitnichten.
Auf der Suche nach dem rechten Weg "Hier ist ein Weg, nein - hier ist ein Weg. Ja wo isser denn, der Weg?? Früher war hier einer, hundertpro!"
Ah, jetzt ja ...
Seltsame Sachen haben wir unterwegs entdeckt. Unter anderem sehr unterschiedliche Hochsitze. Manche mit ohne Beinen, manche mit kurzen Beinen.
Und auch dieses Modell "Marke Cabriolet"
Nach gut vier wunderschönen Stunden haben wir den Rundweg fast geschafft. Ein letzter Blick über Berg und Tal. Die Route passt, sie gefällt uns und auch den hoffentlich zahlreichen Wanderern. Alles ist vorbereitet. Die richtungsweisenden Schilder werden unterdessen aufgehängt. Fehlt nur noch das gute Wetter. Ja, es gibt kein schlechtes Wetter, ist klar. Aber bei Sonnenschein wandern macht deutlich mehr Spass als bei kühl-windigem Regenwetter, wie es momentan herrscht. Und außerdem wäre es schade all die wunderschönen Aussichten nicht geniessen zu können. Wir geben die Hoffnung nicht auf, bestimmt ist Petrus einsichtig.