Mittwoch, 29. April 2009

Ein Paket aus Holland

Endlich. Es ist da. Das Hosta-Paket aus Holland. Seit zwei Tagen warte ich schon drauf. Bereits im Januar bestellt war die Lieferung für Montag angekündigt.

Spannend .... vorsichtig auf machen. Schon blinzelt mir die erste Hosta entgegen. Lakeside Zinger. Ein kleine Hosta, gerade in umgekehrter Blattzeichnung wie Revolution.
Ähem, ja, ... aus diesem kleinen Etwas soll also etwas großes werden. Ich bins gespannt.
Immer weiter arbeite ich mich vor. Alle Pflanzen sehen gut aus. Zwar ein bißchen trocken, aber insgesamt okay.
Das sind sie nun. Die Lieferung ist vollständig. Hmm, hatte ich wirklich so viel bestellt? Ja, tatsächlich, ich habe ... Ganz schön schlau vom Händler. Im Winter ist die Sehnsucht nach neuen Pflanzen besonders groß.
Heute kann ich sie nicht mehr einpflanzen. Außerdem müssen sie sich erst ein wenig erholen. Sie nehmen ein erfrischendes Wasserbad im ausrangierten Wasserbecken beim Gartenhaus.
Was gibt es sonst neues im Garten? Das Gras muss unbedingt gemäht werden. Die Wärme und der Regen der letzten Tage haben es mächtig wachsen lassen. Aber auch das geht heute nicht.
Es ist nass. Überall. Und kalt. Morgen soll es bereits wärmer werden. Wäre sehr wünschenswert für das lange Wochenende.
Euyonimus alatus Frisch grün seine Blätter im Frühjahr, im Herbst feuerrot.Man muss schon genau hinsehen um seine Besonderheit zu entdecken.
Die Muttertagsblumen, wie unsere Kinder hierzu sagen, blühen schon.
Die Brennnesseln sind schon gut gewachsen. Ich muss sie bald ernten und verjauchen. Das stinkt zwar ziemlich, aber es ist ein hervorragender Dünger.
Wie lange wohl noch die Holzteile halten? Manche stehen schon ganz schön schief.
Diese Heuchera will einfach nicht gescheit wachsen. Ein echtes Sorgenkind. Ich habe sie nun nochmals umgepflanzt. Nun sehe ich sie besser und kann sie betütteln.
Anisagastache. Letztes Jahr von einer Gartenfreundin geschenkt bekommen. Sie hat den Winter geschafft. Im Gegensatz zu 13 Rosen, einigen Clematis, mehreren Geraniümern und vielem mehr. Es ist ein Jammer.
Ger. phaeum Samobor. Ganz typisch die Blattzeichnung, der breite braune Rand
Und siehe da - es blüht. Wie jedes Jahr das erste blühende Geranium. Es steht für mich als Startschuss für den schönsten Teil des Gartenjahres.
Hier mal eine Tulpe, die selbst mir gefällt. Es gibt derer nicht viele, ich sags euch.
Sie riecht wie Brausebrocken, die wir früher als Kinder genascht haben. Einstmals waren es sicher 20 Zwiebeln, die ich versteckt habe. Die Wühlmäuse haben sie, bis auf diese eine, alle gefunden.

Montag, 27. April 2009

Der 3,7 Sekunden Garten

Vor ein paar Tagen besuchte ich eine Gartenfreundin am Rande es Taunus. Sie behauptet, ihr Garten wäre so klein, dass man ihn in 3,7 Sekunden besichtigt hätte.
In einem hat sie recht, er ist nicht groß. Aber so geschickt gegliedert, dass er viel größer wirkt. Mit vielen Trockenmauern ist das stark abschüssige Gelände in drei Abschnitte gegliedert. Auf der Terrasse sitzend liegt einem der Garten zu Füßen. Wie ihr seht, gibt es dort am Ende des Gartens einen kleinen Sitzplatz. Ebenso einen weiteren seitlich vom Haus auf einem Holzdeck.

Die Hütte für die Gartengeräte steht am linken Grundstückrand, als Verlängerung vom Vorgarten ein hübscher Blickfang. An der Hausseite als Abschluss zum Nachbarn eine weitere Hütte, dekoriert mit allerlei Töpfen und Zierrat
Der Sitzplatz, direkt einsehbar von der Küche. Was für ein herrlicher Ausblick Auf der Terrasse stehen diverse Kräuter. Sollen sie noch eingepflanzt werden? Ich weiß es nicht.So etwas liebe ich. Zwischen den Bodenplatten hat sich eine Euphorbie ausgesamt und sie darf dort bleiben. Ich war so entzückt von dieser Pflanze, dass ich einen Ableger geschenkt bekam. Danke, liebe H. Das dieses alte teils kaputte Vogelhaus auf der Mauer stehen bleiben darf, macht die sympatische Gärtnerin noch sympatischer. Die Beete sind üppig bepflanzt. Die Erde ist kaum einmal zu sehen. Das gefällt mir und es erspart eine Menge Arbeit, weil kaum Unkraut aufkommen kann. Ein besonderer Schatz ist diese Primel Giniver (ich hoffe, ich hab den Namen richtig geschrieben) Lange hatte meine Freundin hiernach gesucht, nirgends gefunden und bekam sie dann auf Umwege von einer anderen Gartenfreundin geschenkt. Ich muss sagen, die lange Suche hat sich gelohnt. Sie sieht wirklich besonders hübsch aus. Eine weitere Rarität ist dieses Veilchen. Ganz zart blau mit rötlich schimmernden Blättern. Am unteren Ende des Gartens ist es schattig. Hier wachsen an der Holzwand diverse Clematis, eine Kletterhortensie uvm.Hier erkennt man besonders gut, wie durch die Trockenmauern das starke Gefälle des Geländes abgefangen wurde.

"Ist der Garten noch so klein, ein Kindergartenbeet muss sein."
Es gäbe noch viel mehr zu zeigen aus diesem bezaubernden Garten. Mir gefiel besonders die Abgeschlossenheit, das macht ihn so gemütlich. Auf der Terrasse zu sitzen und den Garten sehen zu können - bei mir nicht möglich bei meinem stark ansteigenden Gelände. Überall dezent eingesetzt ein wenig Deko. Alles in allem waren wir eine gute halbe Stunde mit unserem Rundgang beschäftigt, weil es so viel zu entdecken gab. Hätten wir nicht einen Termin beim Italiener gehabt, hätte es sicher noch länger gedauert.
PS, ich vergaß zu erwähnen, dass nicht nur eine Euphorbie mit mir nach Hause fuhr. Ebenso ein Buddleja-Hochstämmchen, dass wegen einer Beetumgestaltung weichen musste. Da mir im Winter beide Buddleja kaputt gefroren sind, freue ich mich natürlich besonders über dieses Geschenk. Nächste Woche sehen wir uns wieder, aber an anderer Stelle. Dann bekomme ich noch einige Federmohn-Sämlinge, die ich gut als Sichtschutz gebrauchen kann.

Donnerstag, 16. April 2009

Kommt mit mir ins Abenteuerland ...

Kommt mit mir ins Abenteuerland, auf meine eig'ne Weise
Kommt mit mir ins Abenteuerland, der Eintritt kostet den Verstand .....

Hallo liebe Blogbesucher. Ich bin Luna, die Katzendame und Oberaufpasserin des Hauses. Meine Dosenöffnerin hat mit dem Betreten des Gartens tatsächlich schon wieder mal ihren Verstand verloren. Jeden Tag geht das nun so bis zum nächsten Winter. Mit was für einer kindischen Freude sich eine erwachsene Frau über die minimalsten Veränderungen in der Natur freuen kann. Es ist unfassbar.
Das hier nennt sie ihre "Kinderstube", mit Sämlingen und Ablegern zum Verschenken. Was soll das?! Das ist meine Versteckkiste, wenn der Nachbarskater mich verhauen will. Wo soll ich mich jetzt verkriechen? Ich zweifle wirklich an ihrem Verstand.
Okay, diese blauen Dingelchen mag ich auch. Sie wackeln so lustig im Frühlingswind. Wenn ich unbeobachtet bin, versuche ich die Blüten mit der Pfote zu fangen.
Wenn überall im Beet die Myosotis blühen, hab ich prima Deckung um den Vögeln und Hummel aufzulauern.
Was das hier werden wird? Dosi weiß es nicht. Sie redete was von weißen Geraniumsämlingen und hat dabei vor Entzücken mit den Augen gerollt. Der Bergahorn treibt Blätter und Blüten
Ebenso der Crataegus
Nicht mehr lange, dann blüht Dicentra spectabilis - Tränendes Herz Es sind die Lieblingsblumen meines Frauchens. Stuuundenlang kann sie davor stehen und gucken. Derweil muss ich auf mein Futter warten ....
Pachysander
Aruncus
Anemone nemorosa
Pulmonaria officinalis - es versamt sich wie irre. Frauchen hat mir erzählt, dass es vor viiielen Jahren mit einer einzigen Pflanze angefangen hat. Es wäre ihre allererste eingetauschte Gartenpflanze gewesen und die Mutter unserer tausendmillionen Sämlinge stammt von Roswitha an der Bergstraße.
Kirschlorbeer
Hach, das dauert wieder! Wenn sie erst mal angefangen hat mit gucken und fotografieren. Ich schlafe erst mal ne Runde. Frauchen soll euch den Rest zeigen und erklären.
Zierjohannisbeere - bald blüht sie.
Heute ! die ersten geöffneten Blüten der Brautspiere
Ebenso an der Kupferfelsenbirne. Nächste Woche werden die Bäume und Sträucher richtig blühen. Und ich werde nicht da sein, ich muss bis Donnerstag zu einer Fortbildung. *heul*
Die Forsythie blüht seit Ostermontag (13.4.)
Die Weide treibt bereits Blätter. Es ist jedes Jahr eine Riesenschweinerei, wenn die Blüten abfallen.
Waldsteinie - Golderdbeere
Mein weißes Dicentra hüte ich wie meinen Augapfel. Wehe der Schnecke, die sich daran vergreifen will! Dieses Jahr ist noch kein Schneckenalarm, bis jetzt, es ist zu trocken. Und davor wars zu kalt. In der letzten Märzwoche hatten wir nochmal ordentlich Schnee. Das sind grade mal zwei-/drei Wochen her! Unglaublich ist das. So schnell ging das. Da noch Winter und Frost, jetzt Frühling und über Ostern sommerliche Temperaturen.
Eine Schlüsselblume. Welche Überraschung. Ich habe keine Ahnung, wie sie dort hingekommen ist. Sicher per Flugsamen.
Beim Phlomis haben sich Akelei und Traubenhyazinthe angesiedelt. So etwas liebe ich. Das darf alles dort bleiben, wo es sich selbst eingefunden hat. So sieht der Garten jedes Jahr anders aus.
Meine Wurze haben den Winter gut überstanden (besser als die Rosen, von denen ich bislang 10 Ausfälle habe) und manche beginnen bereits zu blühen.
Ich hoffe, die kleine Reise durch mein Abenteuerland hat euch gefallen!

Samstag, 11. April 2009

Frohe Ostern


Ich wünsche allen Blogbesucher-/Innen ein schönes Osterfest mit viel Sonnenschein.
Demnächst finde ich sicher wieder Zeit, regelmäßig die Blogs zu besuchen, zu lesen und auch Grüße zu hinterlassen.
Herzliche Grüße, lasst es euch gut gehen und geniesst die Feiertage.

Montag, 6. April 2009

Farben des Urlaubs

Unser Jahresurlaub liegt nun schon hinter uns. Vorgestern kamen wir nach Hause. Gut erholt und mit vielen neuen Eindrücken . Wir haben die Sonne, die Wärme, die Helle und die frische Luft genossen. Die Temperaturen waren mit 21 - 26° am Tag , nachts nicht unter 19° angenehm. Das Bad im Meer herrlich erfrischend zwischen 17-19°. Von all dem müssen wir nun zehren. Bis nächstes Jahr im März, wenn wir (hoffentlich, sicherlich, ganz bestimmt) wieder auf unser Lieblingsinsel Fuerteventura sind. Die Farben dort sind so intensiv. Jedenfalls kommt es mir immer so vor der langen, trüben, grauen und tristen deutschen Winterzeit.
So blau der Himmel.
So hell der feine Sand
So weiß die Gischt des Meeres
So schwarz die Lavasteine
So türkisblau das Meer
Rot das Rettungsschiff
Farbenfrohe Segel der Katamarane
Knallig bunt die Fischerboote

So bunt und verrückt der Karneval, der jedes Jahr am 21. März mit einem Festumzug zelebriert wird.





So golden-orange-gelb die Sonne, wenn sie morgens aufgeht

Nicht weniger schön wenn sie untergeht

So verschieden die Blüten von Bougainvillea, Kakteen, Hemerocallis




So braun die Haut und so sauber die Nägel. Aber wohl nicht mehr lange, bald beginnt die Gartenarbeit.