Freitag, 24. Juli 2009

Besucher

Es summst und schwirrt, wenn es mal nicht regnet. Schmetterlinge, Wespen momentan ganz arg, sie fressen sich durch die am Baum hängenden aufgeplatzen Kirschen. Hier eine Schwebfliege an einer Zwiebelblüte

Sinds Wespen oder Hornissen?
Der Juli ist ein Erntemonat. Gras wird gemäht und zu Heu getrocknet. Allerdings nein - dieses Jahr nicht. Schon zweimal hats uns das fast trockene Heu eingenässt. Es ist zum Schreien.
Die Waldhimbeeren habe ich aber gerettet, bevor sie zu Proteinhaltig wurden. Angesetzt mit Essig. Und mit Hochprozentigem und braunem Kandiszucker. Das eine schmeckt lecker zum Essen im Salat, das andere mundet nach dem Essen ebenso wie zwischendurch ....
Die letzten Kohlraben habe ich heute eingebracht. Das wird heute Abend ein leckeres Essen. Gäste kommen, drum reichen sie nicht. Es gibt noch Erbsen und Möhren, ebenfalls erntefrisch.
Die Zwiebelnschlotten kippen schon um. Eintrocknen werden sie noch lange nicht.
Der Salat ist geschossen und schmeckt nun größtenteils bitter. Schade drum. Aber nicht zu ändern. Wie gut, dass ich die Gemüseabteilung letztes Jahr immens verkleinert habe. Es gab zwar lange Gesichter ... aber was jetzt noch wächst reicht aus. Ich mache es gerne, es macht Spass, aber so gaaaanz nebenbei gehe ich auch noch arbeiten. Wenn man nun bedenkt, wieviel Arbeit das Säen, Gießen, Unkraut jäten, ernten und säubern macht - das steht eigentlich in keinem Verhältnis. Aber es schmeckt halt unvergleichlich gut. Und frischer gehts nicht.
Genug gejammert übers olle Gemüse. Wenden wir uns angenehmeren Dingen zu. Einer meiner liebsten Plätze im Garten. Ein Fitzelchen gerades Stück habe ich mir hergerichtet und kann nun mitten im Blumenbeet Rast halten. Im Hintergrund meine größte aller Hostas - Big Mama. Unglaublich. Jedes Jahr dachte ich bisher, umfangreicher wird sie nicht mehr. Aber sie überrascht mich immer wieder.
Ein paar der klodeckelgroßen Blätter musste ich wegschneiden, damit die anderen Gewächse nicht tot gedrückt werden. Wie hier im Vordergrund Hosta Brim Cup, die nun sichtlich erleichtert einen Blütenstängel schiebt.
Schaut euch diese Blütenpracht von Big Mama an. Ich bin begeistert und kann diese Hosta wirklich jedem empfehlen, sofern ausreichend Platz vorhanden ist. Zwei qm sollte man einrechnen.
Gestern war es soweit. Die erste Blüte der Alchemilla ist vorüber, im Beet sah sie nicht mehr schön aus. Aber zum Wegwerfen waren mit die Stängel doch zu schade. Nun erfreuen sie mich für einige Tage in der Schale
Hydrangea paniculata 'Limelight' habe ich mir die Tage geschenkt. Ich habe zwar noch keinen Geburtstag. Aber der ist eh im Winter, da gibts nix zu kaufen, drum erledige ich es jetzt. Schon lange hatte ich mit dieser Pflanze geliebäugelt. Platziert habe ich sie in Sichtweite, neben Sambucus nigra. Ich finde, die Farben passen klasse zu einander.
Na, da liegt jemand auf der Lauer.
Und siehe da, schon geht die Post ab. Sind die Kinder aus dem Haus, zoffen sich die Fellnasen. So ist immer was los *lol*
Diesen Salbei muss ich euch zeigen. Im Frühjahr bekam ich ihn als Jungpflanze von einer Gartenfreundin, die sich nun selbst nicht mehr dran erinnert *achwas* , also weiß ich auch nicht, um welche Sorte es sich handelt. Ob er winterfest ist???
Beim Gartenhaus, ein Miniteil meiner Hostatopfparade. Die (jährlichen) Neuzugänge pflanze ich noch nicht direkt ins Beet, sondern päppele sie in Sichtweite für zwei Jahre auf, schiebe sie von Sonne in Schatten und zurück.... Dann weiß ich, wie sie behandelt werden wollen, was ihnen behagt und was nicht. Und vor allem, wo sie gerne oder ungerne wachsen wollen.
An den Blüten kann ich mich gar nicht satt sehen. Eine schöner als die andere.
Über diese Clematis macropetala "Sowieso" freue ich mich besonders. Im Mai habe ich sie im Hessenpark beim Pflanzenmarkt gekauft. Sie ist mächtig gewachsen und hat nun einige Blüten.
Die Clematis habe ich schon lange. Viticella "Etoile Violett", wenn ich mich nicht irre. Fühlt sich s**wohl an der heißen Südseite und wird jedes Jahr schöner. Allerdings fehlt ihr seit der Hausrenovierung der Bogen, an dem sie so hübsch in die Höhe gewachsen ist. Der Bogen kann nicht mehr angebracht werden. Ich muss mir was anderes überlegen.
So, nun aber auf. Wir bekommen Wochenendbesuch. Unsere Schwägerin kommt mit Tochter 4 und 5 für zwei Tage, da kommt Leben ins Haus. Leider nur kann mein Bruder aus zeitlichen Gründen nicht mitkommen. Wir sehen uns viel zu selten. Bei Nachbars habe ich gestern Jostabeeren gepflückt. Zwischen Hefekuchen und Streuseln schmecken sie besonders lecker!
So, Kaffee aufbrühen, gleich kommen die Gäste .....

Montag, 20. Juli 2009

Ein Event der Superlative - Inline Tour

Seit Wochen wurde im Radio hierfür Werbung gemacht. Und wir habens erlebt. Hautnah.
Ein ganz außergewöhnliches Event fand gestern in unserem Dorf statt. Zur Erklärung: HR3 ist ein regionaler Radiosender, ich behaupte mal der meist gehörteste in der Region um Frankfurt. Zum zehnten Mal nun veranstaltete HR3 eine Inline Tour, jedes Jahr über eine andere Strecke. Gestartet sind am Mittwoch in Frankfurt etwa 320 Skater, unterwegs schlossen sich immer wieder Teilnehmer an, auch Tagestourenfahrer nahmen teil. Die diesjährige Tour führte durch den Taunus, die Wetterau, über den Westerwald, schließlich durch unser "Hinterland" bis zum gestrigen Nachmittag dem Zielort, unserer alten Kreisstadt Biedenkopf.


Die Mittagsrast hielten die Inliner in unserem Dorf. Der Fußballverein hatte sich bereit erklärt, die Bewirtung zu übernehmen. Das erfordete im Vorfeld eine Menge Organisation. Pünktlich zum Eintreffen waren der Platz und eine Turnhalle für die Fahrer samt Begleittross vorbereitet.
Herzklopfen hatten wir Helfer, ob wohl alles so klappen würde wie geplant. Immer wieder gab es heftige Regenschauer. Wenn dazu der Wind wehte, war es wirklich sehr ungemütlich.

20kg Nudeln, 15 Liter Tomatensosse, 13 Liter Käsesosse, 100 Bratwürste, 10 kg Fleischkäse, 5 Riesenbleche Lasagne, 30 Köpfe Salat, 10 kg Krautsalat und 36 Kuchen - es hörte den Knall nicht bei 380 Inlineskatern, dazu unzähligen Begleitpolizisten, Streckenposten, med. Personal und vielen weiteren organisatorsisch Mitwirkenden. Grob geschätzt waren es 480 Menschen. Und das in unserem Minidorf mit etwas mehr als 800 Einwohnern! Dann endlich war es soweit. Sie kommen!!!!! Erst einzelne Fahrer, dann wurden die Gruppen größer. Stellt es euch vor, wenn hunderte Trillerpfeifen tönen, mit denen die Skater ihr Kommen ankündigen Sie strahlen alle um die Wette. Obwohl sie an diesen Morgen ein gewaltiges Stück bewältigt hatten. 300 Höhenmeter waren auf 12 km zu erfahren. Und das am fünften Tagen auf Rollen. Alle Achtung. Jedem einzelnen von ihnen gebührt für diese Leistung meine Hochachtung. Gut gelaunt, trotz Regen und Kälte Der nächste Regenschauer. Die gute Stimmung hält an.

Besonders bemerkenswert empfanden wir, wie relaxt und fröhlich alle waren. Keine Ungeduld bei der Essensausgabe. Kein Geschrei "ich war zuerst da", kein Gemaule als die Lasagne all war. Der Wetterbericht hatte für Sonntags Regen angekündigt. Drum wurde am Vortag die Turnhalle der Schule für die Truppe vorbereitet: Der Boden musste komplett mit Teppichboden ausgelegt werden, damit die herbeigeschafften Bierzeltgarnituren den Boden nicht beschädigen. Gut, dass das gemacht wurde. Denn hätten wir keinen trockenen, warmen Ruheplatz gehabt - oh weh, nicht vorstellbar. Proppenvoll wars. Was für ein Gewusel. Die Skater waren dankbar, und glücklich für den trockenen Platz Ihr erinnert euch noch an das Foto vom gefüllten Kuchenbuffet. Nichts, kein einziges Stück blieb übrig. 36 Kuchen!! Am Vortag bekamen die Inliner gerade mal sechs (6) Kuchen angeboten! Das Fernsehteam bei der Arbeit. Irgendwann im August oder September wird ein Bericht der gesamten Tour gesendet. Gruppenfotos Das schönste für uns: Wir wurden gelobt. Das Essen hätte superlecker geschmeckt und die Ausgabe schnell und reibungslos geklappt. Es wäre vor allen reichlich da gewesen. Für jeden war etwas dabei. Die leckeren Kuchen wurde über alle Maßen gelobt. Und noch dazu zu super Preisen. Man hatte da gaaanz andere Sachen erlebt (z.B. Salat für 7.50 Euro usw..) Es wäre die am besten organisierte Station der ganzen Tour gewesen.

So viel Lob - da legten wir spontan ein Tänzchen auf die Wiese - beklatscht und bejubelt von den Skatern. Dann wurde schon wieder gerüstet für die letzte Etappe. Es war ein Feeling, als hätte die Tour de France bei uns Halt gemacht. Nur ohne Doping!! *lol* Die ersten schnallen bereits ihre Rollen unter die Füße Auf die Plätze .... .... Fertig? ........ Looooooos!!!! .....

Machts gut, schön wars mit euch. Gute Fahrt! So verging der Sonntag im Flug. Uns blieb es alles abzubauen, wegfahren, Gerätschaften und Platz säubern. Abends fuhren wir in die Stadt, um bei der HR3 Discoparty dieses Ereignis zu feiern und gebührend ausklingen zu lassen.

Fazit: Eine solche Veranstaltung - immer gerne wieder. Es war ein Heidenspass.

Sonntag, 12. Juli 2009

Gibts was Neues?

Gibts was neues im Garten? Wenig. Außer Regen-Regen-Regen, und davon viel. Die ganze vergangene Woche war es überwiegend nass von oben. Kurze trockenen Momente habe ich genutzt, um das überall sprießende Unkraut zu zupfen. Die Minipötte stehen bereit, gestern wollte ich sie mit Sämlingen bestücken. Wurde nix draus.

Zwischen zwei heftigen Regengüssen habe ich ein Stück von Geraniümmern befreit. Es ist Zeit für was Neues. Zur Probe habe ich Heuchera, Hosta und Farn in ihren Pötten bei einander gestellt. Jaaaa, gefällt mir, so werde ich es wohl einpflanzen.

Einige Wurze blühen. Wie kleine Kronen sehen die Blüten aus.
Hemerocallis Bonanza. Ich kann sie gar nicht recht bewundern. Sie wachsen beim Gartenhaus und da bin ich bei dem Wetter und der "sommerlichen" Kälte weniger.
Die dicht gefüllten englischen Rosen habens schwer derzeit. Sie vermatschen schnell.
Die meisten Hosta blühen jetzt. Ich habe noch einige Sorten, die erst später loslegen.
Geranium psilostemon 'Patricia'. Blüht unermüdlich, egal bei welchem Wetter, den ganzen Sommer durch. Aber Vorsicht - es braucht recht viel Platz.
Schaut mal den Farn im Hintergrund. So riesig war der noch nie. Nein, es ist keine spezielle Sorte, sondern der übliche Feld-Wald-Wiesen-Farn. Er vermehrt sich hier unglaublich, ich muss aufpassen, dass er nicht überhand nimmt.
Hosta El Nino sieht selbst pitschnass gut aus. Ich mag die graue-blaue bewachste Pflanze
Hosta Liberty, von meiner Frühjahrslieferung aus Holland. Im Austrieb ist der Rand gelb und wird im Laufe der Zeit immer heller. So gefällt sie mir.
Ein unbekannte Hemerocallis. Ich nenne sie nach dem Spender "Big Brother". Eine eigentümliche Farbe, die gar nicht so recht in meinen Garten passt.
Digitalis tauchen jedes Jahr woanders auf. Wenn sie nicht gar zu sehr stören, dürfen sie bleiben, wo es ihnen gefällt.
Bei dieser Stelle musste ich schon die Luft anhalten. Diese beiden Farben tun in Kombination dem Auge weh. Es ist ja aber nur für ein Jahr.
Wie verschieden nicht nur die Hostablätter sondern auch ihre Blüten sind!

So, Rundgang beendet. Was ist das für ein Gebrumme am Himmel?
Bei gefühlten 5 Grad über Null und Regen würde ich dem Piloten des Doppeldeckers am liebsten zurufen, er möge mich mitnehmen auf seine Reise ...



Und jetzt - während ich hier schreibe - kommt die Sonne durch eine Wolkenlücke. Nix wie raus, einmal am Tag wenigstens, das muss sein. Ich finde bestimmt ein paar Unkräutlein. Oder eine neue Blüte. Oder eine unerwünschte Schnecke ....

Dienstag, 7. Juli 2009

Schlachtfeld und Gemüseernte

Schlachtfeld Küche - nach einem Tag Arbeit-Garten-Kochen. Jetzt aber hopp, das Geschirr vom Tisch in die Spülmarie einräumen und starten.

Ich habe den Garten entwildkrautet und geerntet. Schwarze Johannisbeeren. Ein Teil wird entsaftet und mit Läuterzucker aufgekocht in Gläser abgefüllt. Schwiegervater verdünnt sich den Saft gerne mit Sprudel. Den Rest setze ich mit braunem Kandiszucker und Wodka im alten Sauerkrautfass an. Daraus entsteht nach einigen Wochen megaleckerer Likör.
Zwei Sträucher rote Johannisbeeren hatte ich gekauft. Extra verschiedene, die zu unterschiedlichen Zeiten reifen. Nun - beides sind weiße Beeren. Dumm gelaufen, was will man machen. Die Früchtchen werden ebenfalls entsaftet und mit Rosenblättern zu Gelee verarbeitet.
Drei Kohlraben habe ich eingebracht. Sie fangen beim Regen an zu platzen und faulen dann schnell. Ich koche sie und friere sie verzehrfertig portionsweise ein.
Also, morgen hab ich Großkampftag
Zum Tagesabschluss gönne ich mir ein Gläschen von meinem Lieblingsrouge.