Samstag, 21. November 2009

Sonntagsgrüße

Die Schlechtwetterphase hat eine Pause eingelegt. Der Blick übers Tal ist wieder frei. Ich liebe diesen Ausblick, werde es nie müde in die Ferne zu schauen.
Der Gartenboden ist matschig und nass. Man muss vorsichtig sein, wegen der Schräglage besteht ständige Aus-/Rutschgefahr.
Der Apfel liegt schon seit Tagen auf dem Boden. Bisher ist noch kein Vogel dran gepickt. Wurde er noch nicht entdeckt?
Achillea ptarmica, ich schneide sie erst im Frühjahr ab. Ich mag es, wenn der Frost die kleinen Blüten umhüllt.
Pilze sprießen aus dem Boden
Unzählige Clemiblütenstände verhüllen den kahlen Baumstamm
Ganz verträumt duckt sich der Zwerg in die Buchshecke

Jetzt fällt erst auf, wie riesig dieser Farn geworden ist.
Bald werden die hungrigen Vögel die Wildrosenfrüchte verspeist haben.
Heuchella "Kimono". Diese zu kaufen war eine gute Wahl. Sie ist schon gewaltig gewachsen.
Die Blätter schimmern silbrig-metallisch. Hosta-Topfparade. Wenn der Dauerfrost kommt, werden sie auf Styroporplatten unters Vordach vom Gartenhaus gestellt. Das reicht zum Überwintern.

Bei den meisten weiß ich schon nicht mehr, welche Sorte wo wächst. Das wird nächstes Jahr wieder ein Warten-Raten-Staunen geben.
Am Stuhl lehnt die Rosengabel. Kaputt. Der Stiel ist abgebrochen. Ich brauche eine neue. Aber ich kaufe keine "fertige", die ist mir zu teuer. Eine einfache Grabegabel tut's auch. Da flexe ich die äußeren Zinken ab, der Steg bleibt als Tritt stehen. Basta

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag. Nächste Woche ist bereits der 1. Advent!

Dienstag, 17. November 2009

Regen-Regen-....

Ja, es muss regnen. Wenn nicht jetzt wann dann? Was jetzt nicht runter kommt, fehlt im Frühjahr. Ist halt so.
Aber Regen wird man deutlich schneller leid als Wärme und Sonnenschein. Dann stöhnen die Leute zwar auch, aber nicht so nachhaltig wie bei dieser Wetterlage. Und die Gesichter sehen wesentlich angenehmer aus, nicht so verbissen wie jetzt.

Am Sonntag hatte ich Besuch von vielen lieben Gartenfreundinnen. Das war wieder mal herrlich. Sogar einen Gartenrundgang haben die Mädels machen wollen. Und sind tapfer den ganzen Berg hinauf gestiegen bis zum Gartenhaus. Schon unten mit der Frage in Mund und Augen, wie man denn da nur wieder runter kommen soll. Alles nass und rutschig. Aber es ist gut gegangen, es gab keine gefallenen Mädchen ;-))
Die Besucherinnen, manche kannten meinen Garten noch gar nicht, waren sogar begeistert und fanden ihn schön. Jetzt?! Schön!? Okay, man erkennt jetzt so manche Struktur besser als wenn alles üppig blüht. Und -selbst gesehen/erlebt/erstiegen- könne man sich alles besser vorstellen, wenn man Sommerbilder sieht.

Also, von mir aus könnte morgen schon Mai sein und alles neu zu wachsen und blühen beginnen. Zuerst die zarten Spitzen der Hosta, dann schießen die Blütenstände der Akeleien in die Höhe, die Geraniümmer bringen so viel verschiedene Formen und Farben, dann folgen die Rosen, und-und-und .....
Aber erst mal noch Novemberregen, weihnachtlicher Dezember, frostiger Januar, verschneiter Februar, matschiger März, osterliche April und dann MAI ....


Habt einen schönen Tag!

Mittwoch, 11. November 2009

Liebesgrüße einer Katze - nix für schwache Nerven

Wie sehr uns unsere Samtpfoten doch mögen, stellen sie immer mal unter Beweis mit der Schenkung der im Angesicht ihres Schweißes erbeuteten Zwischenmahlzeit.

So fand ich eben beim Heimkommen diese beiden Exemplare im Flur und vor der Küchentür.

Schaut euch mal das obere Beutetier an. Riesig! Und diese grabschaufeligen Extremitäten! Ich denke mal, das wird eine der biestigen unkaputtbaren Wühlmäuse sein, die mich schon ewig nerven. Dafür bekommt Luna gleich eine Extraportion ihrer Lieblingskaustange. Was mich eh immer wundert: Luna ist diejenige, die Mäuse herbei schafft. Sie, die "rührmichnichtan"-Diva, die äußerst sparsam umgeht mit ihrer Zuneigung. Sunny dagegen, unser Kampfschmusekater, fängt entweder nix oder frisst es lieber gleich selber.

Iiiiigitt, wird nun so mancher sagen, und sowas im Haus! Aber warum? Sie sind doch tot! Lebendig mag ich sie weit weniger. Und ja - so lecker ist das Getier im Haus auch nicht. Aber mit diesen Dingen muss man rechnen, wenn man sich für Freigänger entscheidet. Außerdem ist dies ja der ursprüngliche Grund für die Zweckgemeinschaft Katze-Mensch. Das Tier duldet den Mensch neben sich, um ohne Anstrengung ausreichend Futter zu bekommen und fängt als Entschädigung die ungeliebten Nagetiere.

Wer nun denkt, dieser Satz wäre andersrum richtig, nämlich der Mensch gibt Futter fürs Mäusefangen, der irrt und kennt sich in der Denkweise einer Katze nicht aus. Denn:

Hunde haben ihre Herrchen, aber Katzen haben ihre Diener!

So denn. Mahlzeit. Es wird Zeit was zu kochen. Was nur ....??? *gröööhl* Nein, keine Sorge, die beiden Trophäen liegen schon in der Tonne und außerdem bin ich eine Veggi.

Sonntag, 8. November 2009

Novembergarten

Mein Auto ist bereits auf den Winter eingestellt. Winterreifen aufgezogen, Eiskratzer, Handfeger und Scheibenschutz liegen im Kofferraum, und dem Scheibenwischwasser ist genügend Frostschutz beigefügt.
Im Garten sind auch einige Winterarbeiten nötig. Die Sommerblumen sind entsorgt, ein letztes Mal die Spontanvegetation gejätet, diverse Stauden zurück geschnitten. Oleander, Engelstrompeten, Fuchsien usw. sind ins Haus geräumt. Das Gras hätte unbedingt nochmal gemäht werden müssen, aber es war immerzu zu nass. Also bleibts wie es ist.
Die letzten Astern sind so gut wie verblüht. Nun schmücken nur noch Gräser und die buntbeblätternen Stauden den nassen Novembergarten.
Die verschieden gefärbten Geraniumsorten überraschen und erfreuen mich jedes Jahr aufs Neue.

Absichtlich verlorene Akeleiensamen sind aufgegangen. Im nächsten Jahr wird es am Wegrand herrlich blühen
Ein paar Töpfe mit Ablegern parken noch auf der ausrangierten Holzleiter

Crataegus Beeren Luna mit ihrem typischen sturen Blick. Sie hat schon ihr dickes warmes Winterfell.
Sunny, der Frostlappen, dagegen scheint zu fragen: "Wann gehen wir wieder ins Haus?Bei diesem Topf weiß ich im Frühjahr noch was drinnen ist. Bei vielen anderen werde ich mich überraschen lassen müssen. Ich kanns mir gar nicht behalten, was wo eingepflanzt ist. Ein herrlicher Anblick ist derzeit die leuchtend gelbe Färbung der Rosa Rugosa
Leider sehe ich es nur selten, die Wildrosen wachsen beim Gartenhaus. Ich sollte mir ein paar Sträucher in den Hausgarten setzen. Mal überlegen, wohin ....


"November" ist mir mich ein Synonym für Nebel, Regen und zunehmende Dunkelheit. Jetzt, am Monatsanfang, ist es morgens noch relativ hell. Aber das wird bald vorbei sein. Man fährt im Dunkeln zur Arbeit, und wenn man abends heim kommt ist es bereits wieder finster. Ich tröste mich dann damit, dass mit dem Winterbeginn im Dezember die Tage wieder länger werden.