Mittwoch, 27. Februar 2008

Helleborus

Nun habe ich schon in einigen Blogs die verschiedensten Helleboren gesehen, tolle Sammlungen haben manche schon. Da können meine bescheidenen Bestände nicht mithalten.
Dann fragte mich eine Freundin, ob den die Ableger von ihr bei mir angewachsen seien. Ich musste zugeben - ich erinnerte mich nicht, wo ich sie hingepflanzt hatte. Aber als ich gestern nach den neuesten Neuaustrieben gesucht habe, fand ich sie. Ich hatte sie zu den anderen Christ- und Lenzrosen gepflanzt. Und sie blühen ganz herrlich, wie man hier sieht.




Von dieser ganz dunklen Sorte bekam ich von einer Arbeitskollegin einen dicken Batzen geschenkt. Sie war sich bis dahin gar nicht bewusst, was für einen Schatz sie in ihrem Vorgarten hat. Leider wächst diese Sorte nur sehr langsam und zögerlich vor sich hin.




Bei meiner Schwägerin durfte ich mir hiervon ein großes Stück abstechen. Sie meinte nur verächtlich: Ach dieses Unkrautzeugs, das wächst wie verrückt.


Diese weiße Sorte gibts schon ewig hier im Garten. Sie blüht, als echte Christrose, jährlich bereits ab November.




Dies ist Geranium phaeum Samobor. Schon jetzt sieht man die hübsche Blattfärbung.


Und ich staunte nicht schlecht darüber, dass der Phlox schon so viel ausgetrieben hat.

Sonntag, 24. Februar 2008

Frühlingsboten am Himmel


Heute morgen noch schien mir der Frühling in die Kaffeetasse. Weithin zu hören war heute nachmittag das Geschrei der "Hoagänse", wie man die Kraniche hier mundartlich nennt.
Im Abstand von etwa 35 Kilometer Luftlinie sind zwei Fernseh-Sendemasten gestellt. Die Strahlungen verwirren den Orientierungssinn der Kraniche. Sie wissen nicht mehr weiter, drehen um, fliegen durcheinander umher und während sie sich neu zum typischen, ökonomischen Keilflug formatieren, rufen sie laut nacheinander.
Einerseits ist es für uns, die wir einen 25-km-Fernblick haben, interessant zu beobachten. Aber ehrlich gesagt, tun mir die Tiere jedesmal sehr leid. Es kostet sie viel kostbare Energie den weiteren Weg zu finden. Manchmal sind sie so verwirrt und erschöpft, dass sie in der Bachaue ein Nachtruhe einlegen müssen.
Ich hoffe, ihr könnt auf den Fotos die Vögel erkennen.

Frühling auf dem Küchentisch

Wie könnte ein Sonntagmorgen besser beginnen als mit Sonnenschein, der durch das Fenster lächelt und ihren Weg zu den Primeln findet, um sich darin zu fangen und die Blüten zum Strahlen bringen.


Ich wünsche euch allen einen wunderschönen erholsamen Sonntag. Wer kann, sollte raus in die Natur gehen, ein Spaziergang belebt alle Sinne.

Freitag, 22. Februar 2008

Reise durch die Jahreszeiten

Darf ich euch einladen auf eine Reise durch die Jahreszeiten. Ich habe ein paar Fotos ausgesucht. Das war gar nicht so leicht, gerne hätte ich mehr gezeigt, aber das würde den Post sprengen. Einige der Fotos werden im Frühsommer in einer Ausstellung gezeigt.


































Montag, 18. Februar 2008

Schnappschüsse

Ein paar Schnappschüsse aus meiner Blumensammlung

Sonntag, 17. Februar 2008

Katzendame Luna

Lange Zeit wünschten sich unsere Kinder eine Katze. Ihr Vater war stets dagegen. Warum auch immer, eines Tages willigte er ein. Also wurden die nötigen Dinge wie Katzenklo, Futter, Körbchen usw. angeschafft und dann nach einer Katze gesucht. Und gesucht. Und gesucht. Wenn wir auch keine feste Vorstellung hatten, wie sie aussehen soll. Es "funkte" nirgends so richtig. Bis eines Tages dann ...




Im Tierheim angekommen wurden wir, meine Tochter und ich, in ein Zimmer geführt, in dem viele 6-monatige Katzenkinder wohnten. Sie kämen alle aus schlechter Haltung und wären arg scheu. Vor allen "Elli", eine sehr Hübsche, sie käme nur zum Fressen aus ihrem Versteck und hätte deshalb keine Chance auf Vermittlung. Und so war es auch, sie hockte so tief in ihrer Höhle, dass wir kaum ihre Nasenspitze sehen konnten.


Wir verließen dieses Zimmer, um auch in die nächsten Räume zu gehen. Einen Moment noch standen wir vor der verschlossenen Tür, als die Tierpflegerin ganz aufgeregt sagte: Da ist die Elli!!

Ja, Elli stand an der Glasscheibe und sah uns an. Wir betraten erneut den Raum und eben dieses kleine scheue Wesen strich um unsere Beine und maunzte uns an. Tja, was soll ich sagen:


Sie hatte beschlossen, dass sie zu uns gehört. Sie hat uns gefunden, nicht wir sie.



Dies war der Moment einer lebenslangen bedingungslosen Liebe.




Sie bekam einen neuen Namen, denn eine Elli haben wir schon im Haushalt. Sie hört jetzt, oder hört auch nicht, auf den Namen Luna.








Nach der üblichen Eingewöhnungszeit durfte sie ihren gewohnten Freigang geniessen. Aus dem ängstlichen, mäkelig-dürren Katzenkind ist eine selbstbewusste Dame geworden, die genau weiß, wie sie ihre Dosenöffner dazu kriegt, ihr die geliebten Kaustangen zu spendieren.








Sie ist immer um mich herum, wenn ich im Garten bin. Passt fein auf mich auf. Wenn z.B. ein Hund am Grundstück entlang geht, tritt sie ihm todesmutig mit Buschelschwanz und Buckel entgegen. Immer bereit zum Spielen, legt sie mir ihre Spielmäuse vor die Füße, wenn sie der Meinung ist, ich hätte Langeweile. Egal, wo ich mich grade befinde, quer durch den Garten beschäftigt sie mich.







Sich zu verstecken liebt sie sehr. Pappkartons, Kisten, Körbe, und seien sie noch so klein, Luna windet sich so lange, bis sie drinnen ist.



Ganz großes Ehrenwort, ich hab sie nicht unter das Ablaufgitter gesteckt! Ich habe keine Ahnung, wie sie das geschafft hat. Und bis ich sie erst gefunden hatte! Ja, das mag sie, wenn ich aufgeregt nach ihr rufend die Hänge rauf und runter springe ...




Luna hat bereits eine schmerzhafte Erfahrung mit einem Auto gemacht. Das war sehr dramatisch. Den lauten Knall höre ich jetzt noch, wenn ich nur dran denke. Sie hat sich damals in ihrer Angst und vor Schmerzen versteckt. Es war nicht leicht, sie einzufangen und zum Tierarzt zu bringen. Eine Gehirnerschütterung, Platzwunden, Prellungen am ganzen Körper und eine schwere Nierenprellung trug sie davon. Aber alles ist abgeheilt. Außer ihrem Respekt vor den Autos! Das war das erste ihrer sieben Leben. Außerdem hat sie in 2006 eine schwere Operation am Ohr heil überstanden. Nun bleiben ihr noch fünf Leben. Ich hoffe, sie passt sehr gut darauf auf. Ihr werde ihr auf jeden Fall dabei helfen.





Was sagt uns diese Stellung: Es geht mir guuuut, es geht mir gut


Typische "Habt-Acht-Stellung"

Achtung, ein Hund nähert sich dem Frauchen ...Oh, ihr hättet mal sehen sollen, wie schnell der kleine Jack-Russel um die Ecke verschwunden war.



Na, was raschelt denn da im Gebüsch??

An Luna's Seite ist unser Katerchen Sunny, ein Jahr jünger als Luna. Er ist ein halbes Jahr später bei uns eingezogen. Die beiden akzeptieren aber lieben sich nicht. Sie leben miteinander nebeneinander her. Sunnys dramatischen Start ins Katzenleben erzähle ich euch ein anderes Mal.



Nachtrag vom 18.04.2011


Heute mussten sich unsere Wege trennen. In letzter Zeit fühlte Luna sich nicht sonderlich, das war ihr anzumerken. Wir schoben es auf ihr leidiges Zahnproblem, eine OP war in Planung. Als wir am Vortag auf unserem Urlaub heim kamen, sah ich schon, dass sie viel abgenommen hatte. Nur noch knapp 3 Kilo wog die eh immer recht leichte Katze. Also, da ich noch zwei freie Tage hatte, fuhr ich zum Tierarzt. Dort wurde bei der Untersuchung etwas getastet. Also eine Ultraschalluntersuchung, Blutprobe, Röntgenbild der Lunge. Da all dies keine griffige Diagnose erbrachte, aber ein Verdacht im Raum stand, OP mit Bauchschnitt.


Ergebnis: Lymphome am gesamten Dünndarm, viele verdickte Lymphknoten im gesamten Bauchraum. Auf Empfehlung der Tierärzte und einem eingehenden Gespräch kam der schwere, aber vernünftige Entschluß, sie von ihrem Leiden zu erlösen. Sie brauchte nicht mehr aufwachen.


Wir haben sie im Garten begraben. An der Stelle wächst nun eine Rosa rugosa.


Sie fehlt mir unendlich. Jeder, der ein Tier hat oder hatte, kann dies nachempfinden.


Wir hatten sieben wunderschöne Jahre miteinander, sie hat uns ihr Vertrauen geschenkt, wir haben als Dank dafür alles für sie getan. Das muss uns nun trösten. Während ich dies hier schreibe, kullern wieder die Tränen ...