Salat und Gemüse aus dem eigenen Garten, frisch geerntet auf den Tisch. Megalecker. Da weiß man, was man hat. Wie er behandelt wurde. Das nicht gespritzt wurde. Das wirklich noch alle Vitamine drinnen sind. Sehr praktisch auch, wenn man Mittags von der Arbeit kommt und nicht weiß, was man kochen soll. Einfach durchs Beet marschieren und schauen, was reif ist.
Es ist arbeitsintensiv, mehr als Blumenbeete. Wirklich! Meine Beete sind weitgehend zugewachsen, da läuft kein oder kaum Unkraut auf. Aber zwischen den Reihen muss ständig gejätet und aufgehackt werden. Zur Erntezeit gehts hoch her.
Zwiebeln baue ich gerne an. Sie sind recht anspruchslos in der Pflege. Ich brauche sie, wenn die Schlotten dürr sind, nur aus der Erde zu ziehen. Breite sie auf der Wiese zum Trocknen aus. Anschließend wird die Erde abgerieben, die überflüssige Schale entfernt und in einer Pappkiste im Keller eingelagert. Nicht nur zwischen den Zwiebeln wachsen die Ringelblumen. Mir gefallen sie so gut in all dem Gemüse. Außerdem halten sie die Bodenälchen fern.
Borretsch braucht man nicht zu säen, er kommt jedes Jahr verlässlich in großer Menge wieder. Ich muss viel davon ausrupfen, denn er braucht Platz. Die Bienen umschwärmen die hübschen blauen Blüten. Die Blüten kann man essen, sie schmecken leicht nussig. Sieht sehr hübsch aus in einem gemischten Salat. Man sollte sich aber auf fragende, ungläubige Blicke einrichten. Nicht jedes Familienmitglied wird diese Verzierung tolerieren und probieren.

Wie kleine Sonnen sehen die
Calendula aus.


Zwei Felder
Erbsen habe ich dieses Jahr angebaut. Teils blühen sie noch, teils sind schon erntereife Schoten an den Trieben. Es wird Zeit fürs erste Durchpflücken.


Dicke Köpfe
Salat. Schwiegervater hat überreichlich gepflanzt. Soviel können wir gar nicht essen. Schade drum. Ich pflanze lieber Pflücksalat. Den kann ich den ganzen Sommer über ernten und er ist schneller zubereitet.

Blumenkohl baue ich nicht mehr an. Ebenso kein Weiß- und Rotkraut. Das ist mir zu mühselig. Die Krautköpfe verlangen gleichmäßige Wassergaben. Bekommen sie zuwenig oder zuviel, platzen sie und das ist dann echt eine Schweinerei, wenn sie zu faulen beginnen. Blumenkohl muss beschattet werden, damit er weiß bleibt. Außerdem schießt er schnell.

Aber
Oberkohlrabi, die gibts viele, die essen unsere Kinder, die beide nicht mehr zu Hause wohnen, gerne und holen sich oft davon.

Unterkohlraben, oder auch
Gelbe Rüben. Die müssen sein. En masse. Das ist Pflicht. Man kann sie gut über Winter lagern und nach und nach verarbeiten.Dazu schäle ich sie, schneide kleine Würfel. Zusammen mit Kartoffelwürfel werden sie gekocht, gestampft und dann kommen alle geschwind herbei und langen kräftig zu.
Broccoli wächst auch im Garten. Er trägt aber noch nicht, ich habe ihn spät gepflanzt. Das schöne dabei ist, dass er ständig nachreift, so hat man sehr lange davon.
Möhren gibts keine mehr. Wir haben steinigen Boden und die Früchte müssen dadran vorbei wachsen. Das gibt zuweilen seltsame Gewächse. Die Möhrenfliege legt ihre Eier, daraus wachsen die Maden, die die Möhren zerfressen. Bäh. Das ist unappetitlich. Da verzichte ich drauf.
Spinat ist mir ebenfalls zu aufwändig. Wenn ich bedenke, wieviel Arbeit das ausputzen, waschen, kochen, pürieren macht für ein paar Portionen, nein danke.
Mangold hatte ich die vergangenen Jahre, dieses Jahr hab ich's vergessen.
Bohnen, ich hab die Bohnen vergessen! Wieso bloss? Ich kanns euch sagen. Wir mögen keine Bohnen. Sie werden einzig wegen den Schwiegereltern abgebaut. Die beiden schaffen es zwar nicht die Mengen zu verzehren, aber ... es muss eben so sein, weil es immer schon so war.
Ach, und die Zucchini hab ich auch vergessen. Aber die mögen wir. Am liebsten die gelben. Die sind zarter als die grünen. Ich pflanze sie seit einigen Jahren in große Töpfe, so kann ich sie besser vor den Schnecken schützen. Und ich vergesse nicht, sie zu düngen. Sie haben immerzu großen Hunger und Durst.
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Was ist sonst los im Garten. Klar, Luna ist immer in der Nähe.
Die Rosen blühen dieses Jahr ganz prächtig, wie schon lange nicht mehr. Überall bekommt man es bestätigt. 2008 ist ein Rosenjahr. Gerade die gelben, alles Austin-Rosen, sind im Moment wunderschön. Wenn man auf der Terrasse sitzt, kann man gut von unten in die Blüten sehen. Und der Duft ...!

Das Blau des
Ziersalbei ist sehr kräftig. Es passt gut zu der sonnengelben Rose "Happy Child" und zum dahinter wachsenden Geranium .
Das ist
Ger. psilostemon "Patricia". Ich kann es nur empfehlen, sofern man ausreichend Platz dafür hat. Eine Pflanze beansprucht etwa 1qm. Kräftig magentarot mit einem schwarzen Auge.

Seit heute blüht der
Phlox. Dieser hier duftet besonders gut. Der weiße Phlox öffnet sich auch schon. Meistens ist er etwas später dran. Ich entspitze meinen Phlox während des Wachstums immer wieder. Dadurch verzweigt er sich besser, das ergibt mehr Blüten, die zu verschiedenen Zeiten aufblühen. Das verblühte schneide ich rasch ein Stück oberhalb einer Blattachse zurück, dann blüht er weiter.

Seht ihr die hohen Ruten des
Digitalis? Er samt sich wie wild aus. Ich muss eingreifen, sonst wird es zuviel.

Die
Alchemilla blüht immer noch so schön. Dicke Büsche sind es nun schon geworden. Ich liebe es, wenn sie sich über die Beetbegrenzungen auf den Rasen legen und die harten Ränder verdecken.

Die Hosta stehen in voller Blüte. Jede sieht anders aus.

Die Stauden im vor drei Wochen
neu angelegten Beet sind alle gut an- und eingewachsen. Ich habe keine Ausfälle. Nächstes Jahr wird es gut beigewachsen sein und nicht mehr so "nackt" aussehen.

Der kleine Wichtel ist umgezogen und wohnt nun in der Nähe der bunten Heuchera.