Samstag, 30. Januar 2010

So eine Überraschung!

Zwei mir sehr nahe stehende Menschen müssen kommende Woche schwere Operationen durchstehen. Bei der einen bereits länger geplanten OP wirds schon gut gehen. Bei der anderen hochakut notwendigen ist der Ausgang mehr als ungewiss.
Wir sind auf alles vorbereitet.
Trotzdem bin ich entsprechend angespannt und traurig . In solcher Gemütsverfassung backe ich gerne. Hefekuchen zu kneten und zu warten bis er aufgegangen ist, ist für mich eine gute meditative Arbeit, die mich ein wenig ablenkt von den trüben Gedanken.
Am späten Vormittag klingelte die Postbotin an der Haustür. Sie hatte ein kleines Päckchen für mich. Ja wie, ich hab doch gar nix bestellt ! Ein Blick auf den Absender sagte mir woher es kam.
Wie spannend. Ganz vorsichtig hab ich es aufgemacht. Als erstes kam dieser Briefumschlag zum Vorschein.
Stimmt. Was für eine tolle Überraschung.
Die hübsche selbstgebastelte Karte war im Umschlag. "Einfach so ...." mit einem Einstecker mit dem Aufdruck "nur für dich..."Vier Stück selbst gesiedete Seifen. Eine duftiger als die andere. Ich kann mir gut vorstellen, welche Mühe das Sieden macht. Ich empfinde es als ganz besonderen Luxus, mich mit einem solchen Stück einzuseifen. Die "schöne Gärtnerin" ist mit Mohn, der die auf sanfte Weise die Erde von den Händen rubbelt. Alle Seifen sind mit hochwertigen Ölen gemacht, so dass sie neben dem Dufterlebnis auch noch pflegen.
Nun wollt ihr sicher wissen, wer der Absender ist?
Es ist Frieda http://friedasgarten-landleben.blogspot.com/ Schaut mal bei ihr vorbei!
Liebste Frieda! Du hast mich mit diesen Seifen wundervoll überrascht und ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Als hättest du geahnt, dass ich es jetzt besonders brauchen kann. Tausend Dank dafür.

Dienstag, 26. Januar 2010

Frostiger Nebel

Beißender Nebelfrost — oh weh,
er ließ erstarren Fluß und See,
streichelte mit eiskalter Hand,
eine Blume, die er blühend fand.


Purpurrot glühte die Morgensonne,
das Blütenköpfchen genoß es mit Wonne,
strahlte, als wäre sie eine Eiskönigin,
doch ihr Spitzenkleid, es schmolz dahin.

Verzauberte den Blütenzweig,
der wehrlos wurde im Kältereif,
die Blüte frierend erschrocken,
stand leblos in eisigen Kälteflocken.
Im winterlichen Morgenlicht,
kein frostiger Nebel versperrte die Sicht,
die Blume stand wie in Plauer Spitze,
ihre Blätter umrandet mit funkelnder Litze.
(Autorin: Grete Schicke)

Sonntag, 24. Januar 2010

Reste-Essen

Gestern abend waren unsere Kinder hier. Wir haben gemütlich beim Raclette zusammen gesessen, anschließend noch das neueste Gesellschaftsspiel, ein Weihnachtsgeschenk, gespielt. Es war ein sehr schöner, vergnüglicher Abend.
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Wie das halt so ist - bei Raclette bleibt immer reichlich was übrig. Da war heute kreatives Kochen angesagt. Ich liebe es - gucken, was für Zutaten da sind und sich/mich überraschen lassen, was draus wird.
Salat, Aubergine, Tomaten, Topinambur, Paprika, Mais, Zucchini, einige Pellkartoffeln, eine Schüssel Tzatziki, Hähnchenbrust, Schweingeschnetzeltes und Scampi standen zur Verfügung.
Aus dem Rest Bataviasalat, Tomaten und Paprika habe ich ganz schnell einen Vorspeisensalat zubereitet. Drüber noch ein wenig Reibekäse, Gartenkräuter und Kürbiskerne. Salz und Pfeffer aus der Mühle. Walnussöl und Balsamico. Fertig. Das Gemüse in Würfel bzw. Stifte geschnitten. Etwas Sesamöl in die Wokpfanne und nacheinander die verschiedenen Gemüse dazu und gedünstet.

Unterdessen habe ich Quinoa gegart und die Scampis angebraten. Beides mit dem Gemüse gemischt, abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer, Kräutern, Thaicurry und Ingwer. Lecker!! Das war mein Mittagsmahl.
Für GG, den Liebhaber deftiger Hausmannskost und Fleischesser, gabs Bratkartoffeln, dazu das Fleisch kross angebraten, Tzatziki dabei. Auch er war glücklich, hat kräftig zugelangt.
Alles war in etwa einer halben Stunde zubereitet. Was will frau mehr an einem Sonntag???

Montag, 18. Januar 2010

Rerrekerrebulldog ..

In der Winterszeit hat frau ja dann und wann Langeweile *grööööhl*, als ob das bei mir jemals vorkäme.
Jedenfalls, ich hab ein wenig bei Youtube gestöbert und fand dies hier:

http://www.youtube.com/watch?v=_jJ25IthEl4

Leider gibt es die Gruppe "Fäägmeel" nicht mehr. Mit meinem Mann habe ich einige Konzerte besucht und jedesmal hatten wir anschließend Muskelkater im Bauch vor Lachen.
Ähem, ich hoffe, auch die Nichthessen haben verstanden, worum es in diesem Lied geht.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Nebel und Frost

Nein-nein, nix zu machen. Bei diesen Temperaturen ist Kater Sunny nicht nach draußen zu bewegen. Ich schiebe ihn immer schon mal durch die Katzenklappe. Aber er dreht sich direkt auf dem Absatz rum und liegt wieder auf Rückenlehne der Couch im Wohnzimmer und guckt von seinem warmen Platz in die frostige Winterwelt.
Heute hatten wir den ganzen Tag Nebel. Und Frost. Und Wind. Dadurch sieht der Garten nun wie verzaubert aus. Alles ist wie mit Puderzuckerguß überzogen. Das sieht so klasse aus.







Ich bekomme wenig Vögel zu sehen. Zum einem weil der Garten hinterm Haus liegt. Zum anderen weil der Garten von unseren Katzen und vom Nachbarskater bewacht wird.


Sonntag, 10. Januar 2010

Daisy war hier

In aller Munde war gestern der Sturm "Daisy", der in weiten Teilen Deutschland für Chaos auf den Straßen gesorgt hat. In der Nacht zum Samstag hat es bei uns auch stark gestürmt. Ein mulmiges Gefühl, wenn man unterm Dach schläft und zuhören muss, wie an den Ziegeln gerüttelt wird. Bange Gedanken, ob wohl auch dieser Sturm schadlos an uns vorüber ziehen wird.
Wir hatten Glück. Nicht passiert. Das ist einer der Vorteile, einen Berg hinterm Haus zu haben. Der Wind fegt drüber drüber weg. Mit den Schneemassen hielt es sich hier ebenfalls in Grenzen. Viel weniger als (erfahrungsgemäß) erwartet, herrlich leichter Pulverschnee war es. Da machte das Wegschaufeln direkt Spass. Nur die hohen Schneewehen - die waren mühselig zu beseitigen.

Heute morgen beim Blick vor die Haustür stellte ich fest, das es wiederum geschneit und geweht hat, immer fein um die Hausecke rum bis unter die Überdachung.
Am Flieder, unserem Hausbaum vor der Eingangstür, wächst Efeu in die Höhe. Nicht von jedem gerne gesehen, aber mir gefällt es. Und der Efeu tut dem Baum nun wirklich nichts!Spuren im Schnee. Auf dem Balkon hängt eine Futterstation. Unsere Katzen hocken liebend gerne innen am Fenster und schauen den Vögeln zu. Ach wie gerne würden sie hinzu springen ...
Nochmal Spuren im Schnee. Hier haben sich zwei Wege gekreuzt. Dieses Foto ist allerdings nicht vom Balkon, nein - dort sind die Piepmätze sicher vor den Fellnasen.

Ich wünsche euch einen geruhsamen Sonntag!

Samstag, 9. Januar 2010

Erfurt - 3. Teil Weihnachtsmarkt

Ein letztes Mal möchte ich euch noch ein paar Impressionen vom Ausflug zum Erfurter Weihnachtsmarkt zeigen. Passt ja heute hervorragend zum Wetter. Tief Daisy hat, wie angekündigt, gestern abend und die vergangenen Nacht heftig um die Häuser geblasen und einigen Schnee mitgebracht.
Wisst ihr, dass in Erfurt die "Frühstückskultur" groß geschrieben wird? Ein Tipp für eine Reise dorthin: Einfach ein Zimmer "ohne alles" buchen und in der Stadt den Tag mit einem guten Frühstück beginnen. Besonders im Sommer ist das herrlich. Draußen sitzen, sehen und gesehen werden ....

Allerdings drinnen sitzend im Krämerbrücken Café.
Der Vorteil der Sache: Man ist bereits in der Stadt, bevor der große Trubel und Besucherandrang stattfindet und hat so die Möglichkeit zum Beispiel die Krämerbrücke menschenleer zu fotografieren.
Außerdem ist Erfurt die "Stadt der tausend Kirchen"Wunderschöne alte Gebäude findet man in Erfurt. Also - wer's mag.... Klar.
Ich jedenfalls kann mich immer gar nicht satt sehen daran.
Ich versuche mir vorstellen, was für Menschen und vor allem wie sie hier gelebt haben


Manche Gebäude wären schon einen mehrteiligen Postbeitrag wert. Unglaublich vielfältig etwa ist die Fassade vom Gildehaus (oben) oder vom "Breiten Herd" (unten)


Noch ein letztes Mal der Blick über die weihnachtliche Domplatte





Zu empfehlen ist natürlich auch eine Stadtrundfahrt in der historischen Straßenbahn, oder per Bus, oder eine Stadtführung, und-und-und ... nicht zu vergessen ein Besuch der EGA vor den Toren der Stadt .....
Aber ach, auch der schönste Ausflug geht einmal zu Ende. Mit vielen schönen Momenten und tollen Eindrücken im Kopf traten wir unsere laaange Heimreise an. Normalerweise dauert die Fahrt etwas mehr als zwei Stunden. Aber durch den schlimmen Schneesturm wurden es letztlich fünf-einhalb Stunden....