Der Garten lebt. Vom Alten, was eingewachsen ist. Vom Neuen, was die Fülle ergänzt. Von der Vergänglichkeit, die Platz für weitere Ideen schafft.
So ists im Leben. Wie gerne wollen wir alles gewohnte, geliebte halten und doch so viel Neues erfahren, erleben, erreichen.
Neu ist diese Heucherella. Ich weiß den Namen grade nicht. Ebenso weiß ich noch nicht, wo sie ihren Platz im Garten bekommen wird. Auf jeden Fall einen, wo ich sie oft sehen kann. Dafür muss wahrscheinlich etwas anderes weichen. Schweren Herzens ....

Noch recht neu ist diese Hortensie "Endless Summer". Ich habe sie im ersten Jahr und bin gespannt, wie sie über den Winter kommt. Müsste aber eigentlich gut klappen, eine Nachbarin hat eine solche schon seit längerem und diese blüht Jahr für Jahr geradezu überwältigend.

Ebenfalls ganz neu ist die Aster "Violetta". Auf dem Foto kommt die Farbe nicht richtig rüber. Sie ist wirklich ganz dunkel violett. Eine Gartenfreundin hat sie für mich "blind, im Auftrag" gekauft. Ich wusste schon vorher, dass sie mir gefallen wird. Sie hat Geschmack!!

Die hier ist schon ganz alt. Eine Rauhblattaster, Name unbekannt und bereits seit ewigen Zeiten hier im Garten zu Hause. Elendshoch und unten her total kahl. Kennt man ja. Ich muss was davor pflanzen. Sag ich mir jedes Jahr. Im Herbst stelle ich dann fest, dass ich es wieder vergessen habe.

Phlox "Winnetou". Was für ein Name! Blüht schier unendlich, aber in einem solch schockigen Grellrosa, dass es schwierig zu integrieren ist. Bei mir wächst es im Gartenhaus-Hang, da ist alles kunterbunt-querbeet-durcheinander, da passt's hin.

Ein Astrantien-Sämling. Die Mutterpflanze habe ich anders in Erinnerung.... Huch, wie lange ist denn erst der Sommer her?? Ich werde zunehmend vergesslich. Alt, eben.

Geranium nodosum, die Sämlinge finde ich überall. Es wächst herrlich locker und spillerig. Die zierlich kleinen Blüten liebe ich so sehr. Sämlinge wandern in alle möglichen Pötte und werden gehegt bis zum Weiterverschenken.

Es hat eine tolle Herbstfärbung. Und so sind wir schon bei dem Vergänglichen angelangt.


Mit den Hosta geht der Sommer. Wenn sie beginnen, ihre Farben einzuziehen weiß ich, dass die geliebte Sommerzeit vorbei ist.

Ein Abschied auf Raten beginnt. Ich bewundere, wie verschieden sie ihre Farben verlieren. Während einige schon gelb und vertrocknet sind, stehen andere noch voller Grün und Blüte da.

Schaurig schön. Sowas kann nur die Natur hervor zaubern.

Noch ein letztes Aufbäumen. Ich fand Ger. phaeum Album beim Teich mit einer Blüte

Ebenso wehrt sich Ger. Brookside heftig gegen die unfreundlichen Temperaturen und blüht unermüdlich weiter bis weit in den November hinein.

Mein Mann hat die Nistkästen gesäubert. Schaut nur, was ein Piepmatz fürs Auspolstern gefunden hat. Wessen Pullover hat er wohl geplündert??
Und so schließt sich der ewige Kreislauf. Neues Leben entsteht unterm Jahr, ist dann für eine Weile verschwunden, um im Frühling mit neuer Kraft und voller Elan und Lebensmut wieder aufzutauchen.
Freuen wir uns darauf!!!