Dienstag, 30. Juni 2009

Ein Gärtner muss teilen lernen

Lernt nun der Mensch von der Katze oder die Katze vom Mensch?? Hier hat eindeutig die Samtpfote gelernt. Da wollte ich mich mal auf meinen Lieblingsplatz setzen. Tja, Pech gehabt.
Ich habs nicht fertig gebracht Luna vom Stuhl zu schupsen. In dieser Sache ist teilen okay.
Aber was ich dann gesehen habe, ließ mich laut aufschreien.
Warum hängt denn die Hostablüte so komisch? Gestern stand sie noch aufrecht.
Ihr könnt euch denken, welche Biester bei Big Mama am Werk waren. Da hört der Spass auf. Echt, ich hab so einen Zorn.







Samstag, 27. Juni 2009

Wieder daheim...

Aus beruflichen Gründen war ich eine Woche nicht zu Hause. Da war gestern logisch mein erster Weg eine Gartenrunde. Dicke Salatköpfe wollen verzehrt werden. Die Zwiebeln blühen bald. Die Erbsen ranken in die Höhe und die Oberkohlraben sind bald erntereif. Einzig die Buschbohnen mickern vor sich hin. Werden sie was ists gut. Werden sie nix, werde ich im Winter trotzdem nicht verhungern. Mein Hokkaidokürbis hat eine erste Blüte und die gelben Zucchinis sind dieses Jahr tatsächlich gelb! Das ist nicht immer so, schon oft habe ich Exemplare als gelb verkauft bekommen die letztlich doch grün waren.
Stellt euch vor, unter der vergangenen Woche hat einer "meiner" Männer (ich habe sicher den Richtigen in Verdacht) den Gartenschlauch angeschlossen und völlig überflüssigerweise das Gemüsebeet leicht befeuchtet. Gerade soviel, dass zu den Wurzeln nichts durchdringt, das Unkraut jedoch zu heftigem Wuchs animiert wurde *grrrr* Dianthus barbatus habe ich selbst aus Samen gezogen. Ich bin sehr stolz auf mich. Solche Geduldsarbeit liegt mir nicht und darum gelingt es meistens auch nicht.
Clematis tangutica wird jedes Jahr schön. Sie wächst am alten Pflaumenbaum
Endlich blüht die Campanula am oberen Ende der Gartentreppe. Sie legt sich von links auf die letzte Stufe. Rechts nimmt Geranium cant. Cambrigde die anderen Stufenhälfte in Anspruch. Ist also gar nicht so leicht in den Garten zu kommen. Man muss aufpassen, wohin man tritt *lol* Digitalis samt sich jedes Jahr fleißig auf und ist ein echter Wandergeselle, der immer woanders auftaucht und immer willkommen ist. Er passt in meinen wilden Garten.
Ein Alte Rose, Russeliana. Sie gerät leider immer mehr in Vergessenheit. Die Blüten sind recht klein, aber ihr Duft weht wie Konzentrat durch den Garten.
Louise Odier. Einfach wunderschön. Leider anfällig für SRT, bei mir jedenfalls.
Fantin Latour? Oder Ispahan? Letztes Jahr habe ich einige Topfrosen in die Beete gepflanzt und weiß nun nicht mehr was wo ist. Ich muss in meinen alten Fotos stöbern zum Identifizieren. Aber vielleicht könnt ihr mir ja schon helfen. Dann sag ich hier schonmal DANKE.
Kletterrose Blossomtime. Zartduftet nach Zitronen und Beeren. Blüht durchweg bis in den Herbst.
Geranium blablabla, ich habe grade einen Aussetzer. Mir fällts nicht ein. Hach, nee aber auch. Es ist nicht Spessart.

PS, grade kommt es mir in den Sinn. Es ist Biokovo Kletterrose Mme. Plantier, auch eine Alte Rose. Tausende Gartenlaubenkäfer besiedeln meine Rosen und zerfressen sie Blüten. Alles sieht wie zerfleddert aus. Irgendwann in den nächsten Tagen wird sich die Plage aus natürlichen Gründen erledigen. Aber es ist den Biestern nicht beizukommen. Ich krieg die Plage nicht in den Griff. Neem soll wohl helfen.
Zum Abschluss Ger. sanguineum Album. Zwei Exemplare hatte ich mir letztes Jahr gekauft. Nur eines ist tatsächlich Album, das andere Max Frei. Auch okay.
Als nächstes werde ich euch nach Südtirol entführen, wo wir für ein paar Tage mit dem hiesigen Sportverein urlaubten. Wunderschöne Bergwanderungen haben wir gemacht. Und ein Wetterchen hatten wir - hmm, da kannste hier nur von träumen.
Habt einen schönen Sonntag mit dem richtigen Wetter!

Sonntag, 21. Juni 2009

Mir läuft die Zeit weg ...

Der Juni ist fast rum. Und damit die erste Jahreshälfte. Manno, wie schnell das ging.
Mir war klar, auf was ich mich eingelassen hatte, als ich mich Ende 2008 zu einer Zusatzausbildung entschloss. Viel Zeit ist zu investieren, viel Lernstoff muss in den ollen Kopf.
Gerade die letzten zwei Monate vergingen wie nix. Morgen starte ich zu meinem zweiten einwöchigen Fernseminar innerhalb fünf Wochen, dazwischen kam noch eine Woche Wanderurlaub in Südtirol und einige Patientenschulungen zusätzlich zum normalen Arbeitsalltag. Dazu die liebe Gartenarbeit, die grade mal so zwischendurch erledigt werden konnte.
Mein Rasen muss unbedingt gemäht werden. Wegen dem miserablen Wetter und Zeitmangel habe ich es die vergangene Woche nicht geschafft. Da muss GG ran. Er hat von mir den schriftlichen Auftrag. Bis Freitag mittag hat er Zeit es zu erledigen.

Für die Blogbesuche habe ich mir immer wieder Zeit genommen, aber oft reichte die Zeit nicht für einen Gruss. Verzeiht mir.
Die Schnecken geniessen meine Abwesenheit und fressen sich durch so manche Hosta.
Hosta Minuteman und Heuchera Kimono leben noch im Topf. Sie passen prima zu einander, ich werde den beiden einen schönen gemeinsamen Platz im Beet suchen. Aber frühestens im Herbst. So lange möchte ich die diesjährigen Neuzugänge in Sichtweite geniessen.
Mitte Juni stehen alle Akeleien in voller Blüte, dazu die zahlreichen Geraniümer. Die Hosta sind fertig ausgetrieben. Die schönste Zeit im Gartenjahr ist angebrochen.
Dieser Platz blieb dieses Jahr unbesetzt. Die vergangenen Jahre brühtete hier ein Gartenrotschwanz.
Liebestolle Schnecken. Die Gehäuseschnecken stören mich nicht. Fressen sie doch mit Vorliebe die Eigelege der nackten Artgenossen.
Geranium sanguineum "Apfelblüte". Letztes Jahr gekauft, dieses Jahr ist es gut eingewachsen und blüht dick und prall.
Gelbe Digitalis und Geranium Rozanne. Bald gesellt sich die Austinrose "The Pilgrim" dazu.
Geranium pratense "Splish-Splash". Ich bekam es als selbstgezogenen Sämling von einer Gartenfreundin geschenkt. Danke, liebe CR-Andi! Hemerocallis "Mutti" (nach der Schenkerin) blüht fast vier Wochen, wie Leuchtfeuer stehen die dicken Büschel überall im Garten in den Beeten verteilt.
Hosta sammeln ist neben den Geraniümern eine weitere Leidenschaft von mir. Hier El Niño. Ich habe sie vor einigen Jahren für 1,- Euro als Miniteil auf einem Gartenmarkt gekauft.
Und hier *lach* meine Klodeckelhosta "Big Mama". Innerhalb von drei Jahren ist sie auf knapp 2qm Größe herangewachsen. Ich hoffe, sie ist nun erwachsen und braucht nicht noch mehr Platz. Es ist wohl noch mehr da, aber dann muss ich andere Pflanzen, die davor wachsen, umsetzen.
Meinen ausrangierten Vogelbauer habe ich auch dieses Jahr wieder mit Sommerblumen bepflanzt.
Diesen Rittersporn bekam ich von einer weiteren Gartenfreundin geschenkt. Danke, liebe GabiWB. Bist du dir immer noch sicher, dass dir die Farbe nicht gefällt??
Zwei Betonpflanzringe waren irgendwo übrig geblieben. Ich habe sie gleich in Beschlag genommen. Zebragras von Bleu-Anke und Hemerocallis "Crimson Pirate" fühlen sich darin wohl.
kleine Topfparade vor dem Schuppen
Mein neuester Neuzugang. Hosta "Pauls Glory" soll es laut Etikett sein. Aber diese Hosta hat zartlavendel Blüten. Und diese hier sind eindeutig weiß.
Hier das Blatt dazu. Egal wie sie heißt oder auch nicht heißt - mir gefällt sie.
Heute nachmittag wollte ich soooo viel erledigen. Dann kam mein Minineffe für ein paar Stunden zu Besuch. Das war viel schöner als Haushaltsgewurschtel. Ich gebe es zu, ich bin sehr stolz, dass er so gerne bei mir/uns ist. Der Zwerg weiß mit seinen fast vier Jahren genau, wo die Walderdbeeren wachsen. Er hat sie alle-alle aufgegessen.
Nein, nicht alle, ein paar bekam ich auch ab.
Zum Essen sind sie ja da! Dieser Papaver "Hellen Elisabeth" wehrt sich gegen sämtliche Ausrottungsversuche meinerseits. Ja, er sieht schön aus. Aber die Farbe passt absolut nicht zu mir und dem Garten. Ich weiß nicht, warum ich ihn mir überhaupt gekauft habe *kopfkratz*
Ein Stück vom Vorgarten. Meine Güte, sieht das schrecklich aus am Haus. Der Sockel wird demnächst verblendet. Dann fotografiere ich dieses Stück sicher wieder lieber. Hier wuchsen früher überwiegend Einjährige wie kunterbunte Stiefmütterchen, ellenhoher rosa Papaver, orange-gelbe Tagetes. Grauselig, diese Farb- und Formzusammenstellung. Mittlerweile bedecken die flachen Stauden die Schräge Mit einer Kostprobe meiner Rosen beschließe ich diesen Post.

Der heutige Sommeranfang zeigte sich von seiner besten Aprilseite. Sonne-Regen-Hagel-Gewitter in munterem Wechsel, dazu ein frischer Wind bei maximal 12°.

Es kann nur noch besser werden.

In diesem Sinne - genießen wir die kürzer werdenden Tage ...

Samstag, 20. Juni 2009

Zaungucker

Eigentlich wollte ich als nächsten Post von unserer Wanderreise nach Südtirol berichten. Aber was ich heute erlebt habe hat eindeutig Vorrang. Wie ihr seht - die Gärten öffnen sich. Ich war total gespannt. Ein neuer, unbekannter Garten ....
Angekündigt war im Programm "ein einladender Vorgarten, der mit anschließendem Garten eine perfekte Einheit bildet".
Ja, stimmt. Welch eine Begrüßung. Hier freut man sich anzukommen.

Neben der Haustür ein erster gemütlicher Rastplatz neben der Kletterrose New Dawn. Nein, ich habe mich nicht ausruhend niedergelassen, dafür war die Neugier viel zu groß.
Aah, dort gehts lang in das grüne Reich. Es begrüßt uns ein mächtiger Walnussbaum. Fünfzehn Meter bis zur Krone wurden der Familie voraus gesagt. Das ist eine ganze Menge, aber der Baum passt unbedingt dort hin, die Proportionen stimmen. Wo mag wohl dieser geklinkerte Weg hinführen? Sehr geschickt gemacht, die Neugier und Spannung steigt.
Unter dem Blätterdach der nächste Sitzplatz.
Und schon um die Ecke rum eine weitere Überraschung. Eine herrlich duftende Rose, Spalierbirnenbäume und ... eine Gelegenheit zum Sitzen und Schauen. Klasse.
Das Terrassenbeet. Buchse, Geranium, Digitalis, eine Hosta und Rose Schneewittchen. Geschmackvoll farblich kombiniert, mehr brauchts gar nicht um schön zu sein.


Eine Topfparade am Ende der Terrasse. Was sich wohl hinter der Stellwand verbirgt? Mal gucken.

An der Ecke wächst wiederum New Dawn, wenn ich richtig gesehen habe.
Wenig Deko wurde geschickt platziert.
Oh dieser Tisch! Auchhabenwill!
Diese Figuren stellt der Hausherr selber her. Ganz begeistert hat er uns erzählt. Jede sieht anders aus, jede hat einen eigenen Ausdruck und Charme. Sehr interessant.
Wer mehr davon sehen mag, kann hier http://www.kunstkreis-mosaik.de/kuenstler/detail.php?det_id=12 schauen


Hier lässt es sich im Sommer bei großer Hitze aushalten. Ein Sitzplatz im Schatten
muss unbedingt sein. Hübsch modeliert ist diese Ecke.
Wir gehen wieder zurück, es gibt noch mehr zu entdecken und bestaunen.
Am Grundstückrand stehen hohe Bäume. Ein schöner Hintergrund für die Beete und nebenbei ein sicherlich willkommener Sichtschutz.
Ach, ich habe vergessen zu fragen, was in den Sandsteintrog gepflanzt werden soll.
Überall wogt der Frauenmantel und legt sich so hübsch über die Kanten.
Sieht das nicht klasse aus?! Eine ganz einfache Pflanzenkombination, die so viel hermacht.

An das Mauerende schließt sich ein Beet an. Es ist genau gegenüber der Terrasse. Was für ein herrlicher Anblick.
Ach, was sehen wir denn da?? Die Gärtnerin erzählt, dass das Stück erst kürzlich angelegt wurde und deshalb noch alles so "nackisch" aussieht.

Hübsches Mosaik!
So, nun aber nix wie hin in das neue Gartenzimmer. Mir gefällt die Wegführung. Mit leichtem Bogen durch den Rasen, mittig das großzügige Beet. Ich bin gespannt, wie es nächstes Jahr aussehen wird. Hoffentlich ist dieser Garten dann wieder zu besichtigen.

Als letztes nun noch dieser reizende Platz. Vor einem Miniaturhaus ein Tisch und zwei Stühle. Als wir gingen, hatten sich dort drei ältere Damen nieder gelassen, die umgehend von der netten Gärtnerin mit Kaffee und Tee versorgt wurden. Wie nett.
Überhaupt fand ich die beiden Haus-/Gartenbesitzer überaus sympatisch.
Liebe Familie H., danke dass wir euern Garten sehen durften und danke für die Erlaubnis in meinem Blog darüber zu berichten.