Heute nachmittag zog ich meine dick gefütterten Winterstiefel an und machte mich auf den Weg in den Garten um den Frühling zu suchen.
Tulpen, im Herbst versteckt. Nun warte ich sehnsüchtig auf deren Erscheinen. Ich weiß gar nicht mehr, welche Sorten und Farben es waren.
Hier wachsen unter anderem Polemonium, Geranium Sirak und Tschelda, weißes Dicentra und verschiedene Rosen. Und Tulpen.
Platsch - da liegen die Narzissen auf dem Boden. Der pappnasse Schnee ist zu schwer. Aber ich bin mir sicher, dass sie sich wieder aufrichten werden.

Ah, da hat sich ein Pulmonaria eingeschlichen. Macht nichts, es ist Platz genug, es darf bleiben.

Sedum telephium hat auch schon das Licht der Welt erblickt. Unverwüstlich findet es seinen Weg durch den Schnee.
Dieser Topf, hat wie einige andere auch, den Winter nicht überstanden. Sowas passiert mir immer nur in Wintern, die keine sind.
Ich musste erst überlegen, welches Geranium hier so hübsch austreibt. Es ist Wslassovianum "Zellertal". Die Sorte blüht erst spät im Jahr, aber dafür bis in den November hinein.
Noch ein Neuankömmling. Anemone blanda - Buschwindröschen. Es taucht überall auf.

Pachysander ist unverwüstlich. Es wächst zu Füßen der Rosa rugosas und vermehrt sich langsam aber stetig. Hübsch sind die kleinen weißen, recht unscheinbaren Blüten.
Na, Sunny, hast du den Frühling gefunden??
Ein Wunder, dass die beiden Katzen vor die Türe gehen. Aber klar, wenn Dosi in den Garten geht, müssen die Bewacher mit. Aber wie man erkennt, gefällt es Luna gar nicht. Ihr ist es viel zu kalt und zu nass. So hockt sie dort und wartet geduldig, bis ich mit meiner Arbeit fertig bin.
Rosa rugosa. Treibt schon sehr früh im Jahr aus und blüht als erste Rose überhaupt. Ich freue mich schon auf den Duft. Aber so richtig wie Frühling siehts immer noch nicht aus.
Die Haselnuss will auch gerne, ... aber nein. Es ist noch nicht soweit.
Luna hat den Platz gewechselt. Aber ihre Laune ist immer noch mies. Man siehts, wie sie die Schnurbarhaare hängen lässt. "Geh doch endlich rein!" scheint sie sagen zu wollen.
Hah, Doronicum! Jaaa, es lebt noch...
Im Schnee strahlt das Blau der Pulmonaria noch mehr.
Die Alchemilla hat auch gemerkt, dass sich was tut in der Natur. Frisches Grün, wie herrlich.
Sunny mag auch nicht draußen sein. Er guckt ganz traurig.

Da hocken die beiden nun, schauen mal hier hin ....
.... mal dahin ....
... mal dorthin ...
Oh, noch etwas entdeckt. Unkaputtbar sind die Blausternchen.

Die Brombeere hat sich schon gut entblättert.
.... immer noch warten ....
noch ein Blick zurück auf die Blausternchenwiese. Schade, man erkennt es gar nicht so gut.
Und dann wieder ab ins Haus. Es hat unterdessen angefangen zu regnen. Nur sacht und dünn, aber immerhin schmilzt dadurch der Schnee schneller weg.
Nein, den Frühling habe ich nicht gefunden. Er liegt schon in der Luft, ist schon merkbar. Zwei, drei Wochen werde ich mich schon noch gedulden müssen, bis er auch sichtbar angekommen ist.
Leise zieht durch mein Gemüt, liebliches Geläute.
Klinge kleines Frühlingslied, klingt hinaus ins Weite.
Kling hinaus bis in das Tal, wo die Blumen sprießen.
Wenn du eine Rose siehst, sag, ich lass sie grüßen.