Ja, mit dem Ende diesen Monats ist bereits das halbe Jahr vergangen. Es scheint mir nie so schnell gegangen zu sein.
Ich habe im Garten viele Bilder gemacht und zur "Halbzeit" von jedem Tag das Schönste oder Geeignetste heraus gesucht. Etwas für den entsprechenden Moment typisches.
Den Anfang mache ich mit einem Blick in die Länge des Gartens. Bis ans andere Ende kann man von hier gar nicht sehen. Und oberhalb der Hecke geht es ja auch noch weiter, zum Gartenhaus. Akeleien und die meisten Geraniümer stehen jetzt in voller Blüte.
Die Gemüsebeete müssen vom Unkraut befreit und alles aufgehackt werden. Eine schweißtreibende Arbeit, die ins Kreuz geht. Neben dem Kompost wachsen diese hübschen blauen Blumen. Ist doch gut, hier und da eine Wilde Ecke zu haben. Allzu aufgeräumt bringt man sich um solche Augenblicke.
Der starke Regen und Hagel vom Vortag haben arge Schäden angerichetet. Gerade dieses Beet wurde schlimm betroffen. Alles liegt flach, vieles ist abgebrochen. Schade um den Rittersporn, der gerade anfangen wollte zu blühen. Da haben ihn einmal die Schnecken nicht gefunden ...
Luna. Mein Liebling. Wir haben schon so viel miteinander erlebt. Wie sie uns im Tierheim fand. Der lange Weg zum gegenseitigen Vertrauen. Ihr Zusammenprall mit dem Auto, Gehirnerschütterung, Platzwunden am Kopf, Nierenprellung. Ihre schlimme Krankheit am Ohr und die notwendige Operation. Sie ist auf mich fixiert und folgt mir im Garten oft wie ein kleiner Hund. Trotz allem hat Madame ihren Kopf behalten und erinnert mich immer wieder, dass ich NUR ihr Diener bin. Hier hat sie wieder ihren typischen nachdenklichen Blick.
Geranium nodosum blüht sehr lange, es verzweigt sich immer weiter und bildet einen lockeren Busch. Es samt sich gerne aus, aber wird nie lästig dabei. Ich mag die zarten glänzenden Blätter und die feine unaufdringliche Farbe. Ich habe es bisher noch in keiner Staudengärntnerei gesehen.Die abgeschnittenen noch nicht ganz abgeblühten Staudenzweige kommen nicht gleich auf den Kompost, sondern dürfen in der alten Milchkanne am Rankgitter zu Ende blühen.

Wir sind bei meinem Bruder im Odenwald zum Grillen eingeladen. Etwa 40 Helfer vom letztjährigen Umzug werden erwartet. Die Terrasse ist hergerichtet. Stühle und Tische stehen. Dann kommen diese Wolken. Also schnell alles unters schützende Dach gestellt, bevor ein kräftiges Gewitter niederging. Wir saßen dadurch enger beisammen, aber umso mehr Spass hatten wir. Es war ein schönes Wochenende. Vor allem weil ich meinen Bruder und Familie viel zu selten sehe.
Wieder daheim. Dieser Platz unterm Birnbaum wird immer gemütlicher. Es steht auch ein Stuhl dort. Da sitze ich gerne zu einer kurzen Pause und lasse meinen Blick durch den Garten schweifen. Und mit Sicherheit springe ich gleich schon wieder auf, weil mir ein Unkraut ins Auge fiel, oder der Gedanke kam, eine Pflanze von A nach B zu versetzen.

Wieder daheim. Dieser Platz unterm Birnbaum wird immer gemütlicher. Es steht auch ein Stuhl dort. Da sitze ich gerne zu einer kurzen Pause und lasse meinen Blick durch den Garten schweifen. Und mit Sicherheit springe ich gleich schon wieder auf, weil mir ein Unkraut ins Auge fiel, oder der Gedanke kam, eine Pflanze von A nach B zu versetzen.
Eine früh und lang blühende Hemerocallis. Geranium nodosum Svizz Purple webt sich zwischen die Blüten. Den richtigen Namen der Taglilie kenne ich nicht. Ich habe sie nach der Spenderin benannt: Mutti
Kater Sunny hat es sich auf seinem Lieblingsast im Lieblingsbaum gemütlich gemacht. Er ist müde und will eine Runde schlafen.
Wetter und Zeit haben gepasst. Mein Mann hat die Motorsense geschwungen und die ca. 800 qm Hangwiese gemäht. Das Geschäft des Heumachens bleibt mir überlassen. Jedes Jahr eine aufregende Sache. Immer wieder gehen Stoßgebete zum Himmel, dass es lange genug trocken bleiben möge. Einmal wenden braucht etwa 2 Stunden.
Na endlich! Meine Lieblingsrose Charles Austin beginnt zu blühen.
Eines der schmalen langgezogenen Beete. Dieses wird vom Apfelbaum leicht beschattet. Viele Hosta fühlen sich hier wohl. Geranium phaeum Lily Lovell wächst dazwischen. Das sieht sehr hübsch aus mit den langen hochragenden Blütenständen.
Ein Teil der Topfparade auf der Terrasse.
Der fruchtig-frische süsse Duft der Holunderblüten weht durch den Garten.
Blauer Himmel, es ist warm. Lasst uns einfach mal beim Gartenhaus sitzen und die wunderschöne Aussicht geniessen. Luftlinie 25 km weit schaut man hier.
Arm-Schulter-Training in meinem kostenlosen Outdoor-Fitness-Center. Böschung am Haus mähen. Geht am leichtesten und schnellsten mit der Hand-Heckenschere. Wieder banges Hoffen, dass es trocken bleibt, bis das Heu eingesackt ist.
Nachbars Kater, hört -oder auch nicht- auf den Namen Tiger. Sehr passend, finde ich. Er ist auch oft ein recht Wilder. Er herrscht des Nachts, während unsere Samtpfoten am Tag das Kommando haben. Tiger besucht mich jeden Tag einmal und bekommt dann eine Handvoll Trockenfutter spendiert. Seitdem ist er mir gegenüber umgänglicher.
Ich fahre zum Gartentreffen. Ich räume gerade meine Tauschobjekte zusammen, um sie ins Auto zu laden. Einige der "Gartentanten" kenne ich bereits persönlich, andere nur per Tastatur aus einem Gartenforum. Aber ich bin mir sicher, wir werden einen Heidenspass haben. Es ist schön, drei Tage unter Gleichgesinnten zu sein, über die Pflanzen und alle die Müh und Plage, und auch die schönen Seiten des Gärtnerns reden zu können. Denn, es ist so, wie eine Gartenfreundin mal bemerkte: "Mädels, mit niemanden sonst kann ich so ausgiebig über den Inhalt meines Komposters reden wie mit euch."
Stellvertretend für all die vielen Fotos, die in diesen drei Tagen entstanden, möchte ich euch eine Geschichte erzählen, die ich als Kind von meiner Oma hörte:"Es war einmal die Prinzessin Zichoria, sie hatte herrlich
klare blaue Augen. Sie
verliebte sich in den armen Bauerssohn. Aber ihr
Vater, der König, war dagegen.
Er wurde sehr zornig und verbannte den
Burschen aus seinem Reich. Am Tage des
Abschieds stand die Prinzessin am
Wegesrand, winkte ihrem Liebsten hinterher und
sprach: Sei gewiss, mein
Geliebter, wenn du wiederkommst, dass ich dann auf dich
hier am Weg
warte." Darauf hin verwandelte sie sich in diese hübsche blaue Blume
und wartet noch immer..."
klare blaue Augen. Sie
verliebte sich in den armen Bauerssohn. Aber ihr
Vater, der König, war dagegen.
Er wurde sehr zornig und verbannte den
Burschen aus seinem Reich. Am Tage des
Abschieds stand die Prinzessin am
Wegesrand, winkte ihrem Liebsten hinterher und
sprach: Sei gewiss, mein
Geliebter, wenn du wiederkommst, dass ich dann auf dich
hier am Weg
warte." Darauf hin verwandelte sie sich in diese hübsche blaue Blume
und wartet noch immer..."
meinem Ausflug. Wohin damit. Die Hosta brauchen einen hübschen Platz. Also - Holzkisten aufgestellt und die Neuen angeordnet.
Kletterrose Russeliana. Blüht leider nur einmal wie alle Alten Rosen, aber dann ist es eine Pracht. Gerade dieses Jahr, 2008 ist ein Rosenjahr. Überall solch eine üppige Blüte. Und erst der Duft, der über dem Garten liegt.
Ooh-oh, ich habe einen unbeliebten Untermieter!! Jeden Tag sehe ich neue Hügel. Ja, wofür hab ich denn zwei Katzen?? Auf-auf, Sunny, Luna, los fangt die Wühlmaus!
Vom Gartentreffen sind noch einige Staudentöpfe über, die eine Bleibe suchen. Wohin nur, wenn man so viel Platz hat?? Kurzerhand beschloss ich: Ich verbinde zwei Beete und mache eins daraus.
Einen Tag die Grassoden abgetragen, am nächsten Tag Erde eingefüllt, Steine zur Befestigung herbei getragen, sie wachsen reichlich auf dem Grundstück. Stauden und Hosta hinein - fertig. Es sieht gegenüber den anderen Beeten noch etwas nackig aus, aber in ein paar Wochen wird alles schon ein Stück gewachsen sein. Und sollte es mal zu eng werden im Beet, kann es seine taillierte Form ganz schnell verlieren.
Da sprach der Zwerg zur Schnecke: "Ach, rutsch mir doch den Buckel runter!"
Geranium endresii Rosenlicht. Oder auch nicht?! Es ist oft schwer, die Arten genau zu bestimmen. Wie bei allen Pflanzen spielt bestimmt auch der Boden und das Klima eine Rolle bei der Ausbildung der Farben und der Größe.
Mein neuer Gartengehilfe. Er beherrscht das Blumengießen ganz hervorragend und ist äußerst eifrig bei der Sache. Er gießt auch, wenn es regnet. Das macht dem kleinen Schatz gar nix aus.
Cephalaria gigantea und Aruncus. Die Kombination sieht richtig edel aus.
Derzeit beherrscht der Digitalis die Beete. Ich mag diese Raketen und lasse sie sich aussamen und wachsen wie und wo sie wollen. Jedes Jahr entstehen so neue Bilder im Beet. Wie gesagt, weitgehend darf der Fingerhut wie er will. Nur wo er gar zu eng steht oder die anderen Stauden zu sehr bedrängt, greife ich ein.




















