Donnerstag, 26. August 2010

Verliebt

Verliebt bin ich ... in meine Heimat. Die Berge und die Täler. Die dichten Wälder und die weiten Flächen. Die Offenheit der Landschaft mit ihren herrlichen Ausblicken. Flora und Fauna bewundern können, staunend wie ein Kind. Immer wieder aufs Neue überrascht werden von der Vielfalt der Arten und deren Schönheit.
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Oft werde ich gefragt, woher ich meine Energie nehme für 3/4-Arbeitsstelle, Nebenerwerb-Selbständigkeit, verschiedene von mir geleitete Kurse und Seminare, Singen in zwei Chören, Fremdsprache lernen, Laientheater spielen, Garten, Haushalt ....
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Ich nehme an, es ist meine Einstellung zum Leben überhaupt. Ich bin zufrieden mit dem, was das Leben mir gibt. Ich bin gesund, ebenso meine Familie, wir haben ein Dach überm Kopf und müssen weder Hunger leiden noch im Winter frieren. Wir haben unser Auskommen und kommen damit aus.
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Genug philosophiert. Ich will euch unseren Abendspaziergang zeigen. Gestartet sind wir beim letzten Sonnenschein, nach Hause kamen wir im Dunkeln. Seht selbst!
Ein Lied, welches wir mit unserem Chor singen, kam mir während dem Spazieren in den Sinn. "Abschied vom Walde" , der Text von Joh. v. Eichendorff, die Musik stammt von Mendelssohn-Bartholdy. Diesen Komponisten mag ich besonders, er schrieb herrliche Stücke. Eine Kostprobe davon ist hier zu hören; der Link führt zu Youtube, ich hoffe es klappt.
Oh Täler weit, oh Höhen, oh schöner grüner Wald,
du meiner Lust und Wehen, andächt'ger Aufenthalt.
Da draußen stets betrogen, saust die gschäft'ge Welt,
schlag noch einmal den Bogen um mich, du grünes Zelt.
Schlag noch einmal den Bogen um mich, du grünes Zelt.

Im Walde steht geschrieben ein stilles ernstes Wort
vom rechten Ton und Lieben, und was des Menschen Hort.
Ich habe treu gelesen die Worte schlicht und wahr,
und durch mein ganzes Wesen wards unausprechlich klar.
Und durch mein ganzes Wesen wards unausprechlich klar.

Bald werd ich dich verlassen, fremd in die Fremde gehn,
auf bunt gewegten Gassen des Lebens Schauspiel sehn.
Und mitten in dem Leben wird deines Ernsts Gewalt
mich Einsamen erheben, so wird mein Herz nicht alt.
Mich Einsamen erheben, so wird mein Herz nicht alt.


Rot glüht der Schiefer der Bruchwand des aufgegebenen Steinbruchs der Abendsonne entgegen.

Untrügerische Zeichen, dass der Herbst sich ankündigt. Colchicum - Herbstzeitlose - Unmengen davon wachsen in der Wiese
Eine Rehfamilie. Wirklich. Mutter, Kitz und Bock. Wir standen gegen den Wind, so konnten wir sie ein Weile beobachten.

Im hellen Mondenschein beendeten wir unseren abendlichen Spaziergang.
Sollte man viel öfter machen. Nochmal raus gehen. Auch abends, nach der Arbeit, wenn man eigentlich müde und geschafft ist. Es lohnt, man fühlt sich anschließend um Welten besser.
Aber heute war ich nicht draußen. Nicht bei dem scheußlichen Regenwetter. Morgen ist auch noch ein Tag *grins*

Samstag, 21. August 2010

wieder online ...

Ich war einige Tage offline. Konnte also nicht verfolgen, was es für Neuigkeiten in der Bloggerwelt gibt. Ein bissi was habe ich nachgelesen, aber alles - das ist zuviel. Hier hatte sich das I-Net verabschiedet, keiner weiß warum. Ist ja auch egal. Zeit hatte ich die Woche eh keine. Überstunden waren angesagt, meine Kollegin, mit der ich mir einen Aufgabenbereich teile, hat Urlaub. Er sei ihr gegönnt, sie hat ihn sich verdient.
Unser Haus ist mal wieder eingerüstet. Das Dach muss frisch gedeckt werden. Im Winter hatten wir auf dem Speicher zahlreiche nasse Stellen entdeckt. Da blieb keine andere Wahl. Heute wurde alles abgedeckt, Folie aufgelegt, die Lattung festgenagelt. Kommende Woche gehts weiter mit der Aufdachdämmung, dann wieder eindecken.
Die Handwerker nehmen sich wirklich in Acht. Ich hatte ihnen im Vorfeld die Wacht angesagt, dass ich ziemlich böse werden könnte, wenn ich merke, dass meine Blumenbeet rüpelhaft verwüstet würden. Meine Drohungen scheinen zu wirken. Heute hatten wir einen anstrengenden 12-Stunden-Arbeitstag.
Es hat viel geregnet in der vergangenen Woche. Reichlich Zeit, den Haushalt auf Vordermann zu bringen. Wenn nämlich die Sonne scheint bin ich draußen und da kommt die Indoorarbeit schon manchmal etwas kurz.
Quasi nach dem Motto: "So wenig Hausarbeit wie nötig, so viel Gartenarbeit wie möglich!"

Endlich einmal gabs einen Sonnenstrahl am Horizont. Er traf genau auf die Ballonblume. Ach wie schööön.
Ger. wlassovianum "Zellertal". Diese Geraniumart findet man viel zu selten. Ich mag sie sehr. Hübsche Farbe, späte Blüte, und erst die Blütenform wie ein Stern.
Es herbstelt?!
Ich hoffe, es werden noch viele schöne Tage folgen. Mindestens so lange, bis unser Dach fix und fertig und das Gerüst wieder abgebaut ist.

Euch allen wünsche ich einen schönen Sonntag!

Sonntag, 8. August 2010

es blüht noch was...

Tatsächlich blüht noch was. Gerade im August ist bei mir im Garten wenig Farbe zu sehen. Der Farbenrausch vom Frühling ist Vergangenheit, die Rosenblüte erstmal durch, sie berapppeln sich gerade und starten dann zur zweiten Runde.
Ich muss noch mehr auf Blattschmuckstauden greifen. Die machen jetzt richtig was her. Z. B. rotlaubige wie die Cimifuga "Postman's Bride". Zwei "rote" Geraniümer habe ich noch im Topf beim Gartenhaus. Ich weiß noch nicht recht wohin, sie mögen keine starke Sonne. Dann verbrennen die Blätter.
Phlomis, ist schon verblüht, sieht aber immer noch dekorativ aus.
Phloxe in allen möglichen Farben dominieren jetzt. Es gibt so viele schöne Sorten, mich packt schon wieder die Sammelwut.
Kündigt sich bereits der nahende Herbst an? Doch wohl nicht.

Aus eine Zierde. Aber aus dieser Blüte soll mal ein Hokkaido wachsen.
Es wird Zeit...
Das Geranium oxonianum 'Julie Brennan' ist ein Dauerblüher. Aber es samt sich aus die irre. Man muss gut aufpassen, sonst kann es zur Plage werden.
Und hier - eine echte Griechin. Die Mamapflanze stammt aus Rhodos.
Superhübsch, gell. Ich habe letztes Jahr zwei Stecklinge geschenkt bekommen und sie tatsächlich am Leben erhalten und zum Blühen gebracht. Aus mir wird wohl doch irgendwann mal eine richtige Gärtnerin
Und das hier ist das absolute Highlight. Leider erst abends zu bewundern. Da es tags nun nicht mehr so heiß ist, halten sich die Blüten der Nachtkerze bis in die Mittagszeit. Angefangen hatte es mir einer geschenkten Pflanze. Ich habe die Samen weit geworfen und viele viele Sämlinge habe ich bereits weiter verschenkt und mindestens tausende kompostiert. Zuviel ist ja auch nix.
Ein Ferienwoche können die Kinder nun noch geniessen. Für mein jüngstes Patenkind geht nun auch bald der "Ernst des Lebens" los. Übernächste Woche wir er eingeschult. Meine Güte, wo sind die Jahre bloß hin.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche.

Mittwoch, 4. August 2010

Wandern

Versprochen ist versprochen. Ich nehme euch wieder mit auf unsere sonntägliche Wandertour. Hier gings los.
Gleich ging die Kraxelei los. Vorbei an den steinernen Zeugen der beiden Weltkriege. Überall stehen diese Gedenkstätten in den Dörfern. Wie man an der hinteren Tafel sieht, hatte es diese Ortschaft wirklich stark getroffen
Der Weg ist das Ziel
Schnell ist die erste Höhe geschafft. Wir stehen auf dem Plateau. Das Wetter ist besser, als es auf manchen Fotos aussieht.

Teils sind die Getreidefelder schon beerntet.
Oooh, es wird ein kalter Winter geben, Mann macht viel Holz!!
Soweit das Auge reicht und das Gelände es zulässt.

Ich will ne Pause, mein Fuß zwickt!!








Vorbei an Fischteichen, wo Angler gerade um ihr selbst gefangenes Mittagsessen anstehen ...
... durch Wald, Wiese, Feldern und der Schafherde vorbei.
Bei der "Hubertusquelle" hielten wir nochmals eine kurze Rast.
Für einen erfrischenden Schluck Quellwasser langte der Rinnsal kaum.
Das Ziel vor Augen! Auf der anderen Talseite müssen wir die letzte Steigung schaffen.
Zuvor jedoch das Dorf durchqueren

Fast geschafft. Zum Tourende gabs bei der OHGV-Wanderhütte, die übrigens auch Nächtigungslager bietet, einen geselligen Abschluß.
Nein, wir mussten die Feldlager nicht in Anspruch nehmen, was denkt ihr ?!?