Den letzten Regen hatten wir im April. Schon eine Weile her. Mittlerweile waren alle Wasserfässer leer. Dann gestern:

Die Meteorologen haben sich einmal nicht geirrt. Es hat geregnet, und nicht wenig. Aber auch nicht zuviel resp. zu "hart". Ein bißchen Blitz und Donner war auch dabei. Einige Kilometer weiter hats arg gehagelt, die Gullideckel kamen hoch, Keller waren überflutet usw. Wir hatten Glück und blieben davon verschont.

Nun war ich heute schon sehr neugierig, wie es im Garten aussieht. Ob wirklich alles die Sache unbeschadet überstanden hat. Also auf zu einem Inspektionsrundgang.
Gut, die Tulpen in Renovierungsbeet stehen noch alle. Ich hatte Bedenken, sie wären geknickt.
Im leicht schattigen Baumbeet wachsen viele Hosta. Sie sehen alle gut aus, der Regen konnte den frischen Blätter nichts anhaben.

Die Akeleien fangen bald an zu blühen. Alle haben schon dicke Knospen, man erkennt schon die späteren Farben. Ich mag Akeleien, sie dürfen sich gerne aussamen und überall wachsen. Nur wo es gar zu ungünstig ist oder zu dicht wird, werden sie umgepflanzt. Platz habe ich ja genug.

Ah, die erste Blüte ist offen. Das war gestern noch nicht.

Ein Holunderbaum wächst als Beschattung beim Kompost. Er profitiert natürlich vom nahrhaften Standort. Bald wird er blühen und seinen zarten Duft durch den Garten schicken.
Vor allem auf den Alchemillablättern liegen die Regentropfen lange. Es sieht sehr hübsch aus.
Geranium phaeum Samobor. Den Stock hatte ich im Frühjahr komplett ausgegraben, geteilt und wieder eingepflanzt. Nun bin ich überrascht und erfreut, dass ich jetzt doch eine reiche Blüte habe.
Geranium phaeum Lily Lovell habe ich mir letztes Jahr geschenkt. Es ist schon gut gewachsen.
Weiter nun Richtung Gartenhaus. Oh, wie ist das Gras schon so hoch gewachsen. Da werde ich bald mit dem Heuen anfangen können.
Kaum zu glauben, noch vor zwei Wochen, zum 1. Mai, war hier fast nichts grün. Die Bäume im Hintergrund fast kahl. Und jetzt ist schon alles so üppig. Die Spirea arguta blüht nun schon fast drei Wochen.
Aber nicht mehr lange. Schon fallen die Blütenblätter und der Boden sieht aus wie mit Konfetti bestreut.
Unbekannt Hosta, ein geschenkter Ableger einer Freundin, vor dem großen runden Busch von Geranium oxonianum Julie Brennan.
Buntes Durcheinander. Noch blühen Myosotis und Pulmonaria. Die Geraniümer behaupten ihren Platz, Alchemilla hat sich per Selbstsaat dazu gesellt. Die Centaurea zieht in ein paar Tagen ein blaues Band quer durch den Hang.
Hosta undulata ... (?). Ich weiß den Namen gerade nicht. Sie wächst und gedeiht überall, ob Sonne, ob Schatten. Und die Schnecken mögen sie gar nicht. Somit eine meiner besten und liebsten Sorten.
Ach schau an, Kerria japonica gibt sich auch mal die Ehre. Ich dachte schon, dieses Jahr müsste ich auf die gelben Blütenbälle verzichten. Gar zu lange hat sie auf sich warten lassen.
Und das hier ist mein absoluter Liebing. Dicentra spectabilis. Am liebsten würde ich mir den Gartenstuhl davor stellen und den ganzen Tag hinsehen. Geht aber nicht. Zum einen wegen der fehlenden Zeit, zum anderen wächst die Staude mitten im (Ab-)Hang, da würde gar kein Stuhl stehen bleiben.

Kirschlorbeerblüten sollen gut duften. Ich rieche nix.

Irgendwann hat sich ein Farn zu dem Busch versamt und unterstützt mit dem hellen grün die Leuchtkraft vom Euonymus "Emerald'n Gold".

Nochmal etwas panaschiertes: Vinca mayor. Bald wird es blühen.

Bunte Blätter der gelben Taubnessel. Ja verflixt, wie heißt das nochmal .... ach, Urticaria sowieso...

Abgeblühte Anemona nemorosa. Interessant sehen sie aus, die kleinen stacheligen Fruchtstände.

Und ein letztes "Wildkraut". Walderdbeere. Wächst überreich am Weg zum Gartenhaus, lädt ein zum Naschen und versüsst mir so den Aufstieg dorthin.