Sonntag, 25. Mai 2008

Berliner Luft Teil 1

Für vier Tage besuchten wir mit unserem Kegelclub unsere Landeshauptstadt Berlin.

So viele Menschen, Autos, Straßen. Sightseeing pur. Die Highlights haben wir uns wie Rosinen aus dem Kuchen gepickt - Stadtrundfahrt per Bus, Schifffahrt auf der Spree, Besuch des Reichtstagsbebäudes, Potsdamer Platz, Alexanderplatz mit der Weltuhr, Nikolaiviertel, Gendarmenmarkt, Dom, und-und-und ... es braucht ein paar Tage, bis alle Eindrücke verarbeitet sind.
Ich möchte euch gerne etwas zeigen wo dem Erlebten, aber alles auf einmal ist zuviel. Drum immer peu à peu .... Anfangen möchte ich mit dem Wichtigsten:

Woran denkt man wohl zuerst, wenn man an Berlin denkt? Ich zumindest an die Mauer. Ich wurde im Jahr des Mauerbaues geboren. Sie war also für mich die meiste Zeit meines Lebens Bestandteil der Geschichte. Ganz persönlich berühte mich dieser Grenzstreifen, weil er mich um die Hälfte meiner "Geschichte" gebracht hat. Ich hatte nie die Möglichkeit, meine dort lebenden Verwandten kennen zu lernen.

Ein lange Stück der Mauer ist im Original erhalten. Künstler aus aller Welt haben dort ihre Kunstwerke angebracht. Nachfolgend ein paar Kostproben der Gemäldegalerie.





Leider wurden die Kunstwerke von Graffitispayern verunstaltet.


Ein Loch im Eisernen Vorhang

Weltberühmt auch diese Szene des flüchtenden Soldaten. Hier fabelhaft karikaturistisch dargestellt.
Big Brother is watching you!!

Der Verlauf der Mauer eingezeichnet auf einem Stadtplan

Der nächste berühmte und wichtige Punkt in der Mauergeschichte: Checkpoint Charly. Hier standen sich einmal deutsche Grenzbeamten aus Ost und West mit geladenen Gewehren gegenüber. GsD hatte keiner geschossen. Wer weiß, was dann geschehen wäre.
Hier passierten nach dem Mauerfall die ersten Ostdeutschen legal die Grenze nach "Drüben".
Das wirklich sehenswerte Museum wurde dort gleich nebenan eingerichtet. Zwei Stunden Zeit vergehen wie im Flug. Es gibt viel zu sehen und vor allem zu lesen.

Auf der gegenüber Straßenseite ist eine reich bebilderte Dokumentation zur Geschichte der DDR angebracht. Wieder viel Info zum Lesen ..

Teil 2 folgt ....

Dienstag, 20. Mai 2008

Sperrmüll

Was andere Leute so wegwerfen ... ist mir noch lange nicht schlecht genug. Diese Stühle hatte ich mit Adleraugen erblickt und wusste sofort, was ich damit machen werde.
Vorab ordnungsgemäß um Erlaubnis gefragt, lagen zwei Stück ruckzuck in meinem Kofferraum, bevor mir jemand zuvor kommen konnte. Ein dritter Stuhl hatte nur noch 2 Beine und war somit gänzlich unbrauchbar. Schade.

Ein Stuhl soll ein Tisch werden. Also habe ich mit der Flex die Lehne abgeschnitten.


Ja, man kann sich schon was vorstellen ...

Eine alte Holzplatte vermessen, einen Krreis markiert mit der Stichsäge zurecht gesägt. Einseitig gestrichen, angeschraubt. Andere Seite gestrichen. Beim Stuhl die gleiche Prozedur. Sitzkissen drauf. Fertig.


Ich hatte mir schon einen Platz ausgesucht für die Sachen. Aber ich weiß nicht, da ists gar zu schade. Ich muss mal überlegen und gucken, wo es besser steht.

Samstag, 17. Mai 2008

Jäger und Beute

Wer Freigänger-Katzen hat, wird folgende Situation vielleicht kennen:

Die sonst so schweigsame Samtpfote kommt ins Haus gestürmt, maunzt und ist ganz aufgeregt.
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In so einem Fall bin ich immer ganz geschwind zur Stelle. Man weiß ja nie ... es könnte durchaus ein graufellltes quicklebendiges Nagetier sein.


Heute war es nur ein Blindschleiche. Sie war ebenso aufgeregt wie meine Katze. Die beiden hatten wohl einen heißen Kampf hinter sich. Voller Stolz präsentierte Luna mir ihre Beute. Natürlich musste ich sie loben. Schließlich liebt sie mich, sonst würde sie mir nicht ihr Futter bringen (obwohl sie ja gar keine Blindschleichen frisst!).
Nachdem ich Luna's Jagderfolg gebührend bewundert hatte und bevor das arme kleine Dingelchen vor Angst stirbt, nahm ich die Blindschleiche in die Hand und entließ sie in die freie Natur mit dem guten Rat, sich in Zukunft besser zu verstecken.
Nein - nun sagt nicht: "Igitt, eine Schlange in die Hand nehmen."
Blindschleichen sind keine Schlangen, sondern beinlose Echsen. Sie sind ganz geschmeidig, weich und doch kraftvoll, wenn sie sich aus der Hand winden wollen. In allerhöchster Gefahr können sie ihre Schwanzspitze abstossen um den Verfolger zu verwirren. Die Schwanzspitze bewegt sich noch eine Weile weiter, der Jäger denkt, das wäre die fette Beute und das schlaue Schlängeltier kann sich in Sicherheit bringen.






Wer hat da IGITT gerufen??

Freitag, 16. Mai 2008

Mairegen

Den letzten Regen hatten wir im April. Schon eine Weile her. Mittlerweile waren alle Wasserfässer leer. Dann gestern:

Die Meteorologen haben sich einmal nicht geirrt. Es hat geregnet, und nicht wenig. Aber auch nicht zuviel resp. zu "hart". Ein bißchen Blitz und Donner war auch dabei. Einige Kilometer weiter hats arg gehagelt, die Gullideckel kamen hoch, Keller waren überflutet usw. Wir hatten Glück und blieben davon verschont.

Nun war ich heute schon sehr neugierig, wie es im Garten aussieht. Ob wirklich alles die Sache unbeschadet überstanden hat. Also auf zu einem Inspektionsrundgang.
Gut, die Tulpen in Renovierungsbeet stehen noch alle. Ich hatte Bedenken, sie wären geknickt.


Im leicht schattigen Baumbeet wachsen viele Hosta. Sie sehen alle gut aus, der Regen konnte den frischen Blätter nichts anhaben.


Die Akeleien fangen bald an zu blühen. Alle haben schon dicke Knospen, man erkennt schon die späteren Farben. Ich mag Akeleien, sie dürfen sich gerne aussamen und überall wachsen. Nur wo es gar zu ungünstig ist oder zu dicht wird, werden sie umgepflanzt. Platz habe ich ja genug.

Ah, die erste Blüte ist offen. Das war gestern noch nicht.
Ein Holunderbaum wächst als Beschattung beim Kompost. Er profitiert natürlich vom nahrhaften Standort. Bald wird er blühen und seinen zarten Duft durch den Garten schicken.


Vor allem auf den Alchemillablättern liegen die Regentropfen lange. Es sieht sehr hübsch aus.

Geranium phaeum Samobor. Den Stock hatte ich im Frühjahr komplett ausgegraben, geteilt und wieder eingepflanzt. Nun bin ich überrascht und erfreut, dass ich jetzt doch eine reiche Blüte habe.
Geranium phaeum Lily Lovell habe ich mir letztes Jahr geschenkt. Es ist schon gut gewachsen.
Weiter nun Richtung Gartenhaus. Oh, wie ist das Gras schon so hoch gewachsen. Da werde ich bald mit dem Heuen anfangen können.

Kaum zu glauben, noch vor zwei Wochen, zum 1. Mai, war hier fast nichts grün. Die Bäume im Hintergrund fast kahl. Und jetzt ist schon alles so üppig. Die Spirea arguta blüht nun schon fast drei Wochen.
Aber nicht mehr lange. Schon fallen die Blütenblätter und der Boden sieht aus wie mit Konfetti bestreut. Unbekannt Hosta, ein geschenkter Ableger einer Freundin, vor dem großen runden Busch von Geranium oxonianum Julie Brennan.

Buntes Durcheinander. Noch blühen Myosotis und Pulmonaria. Die Geraniümer behaupten ihren Platz, Alchemilla hat sich per Selbstsaat dazu gesellt. Die Centaurea zieht in ein paar Tagen ein blaues Band quer durch den Hang.

Hosta undulata ... (?). Ich weiß den Namen gerade nicht. Sie wächst und gedeiht überall, ob Sonne, ob Schatten. Und die Schnecken mögen sie gar nicht. Somit eine meiner besten und liebsten Sorten.
Ach schau an, Kerria japonica gibt sich auch mal die Ehre. Ich dachte schon, dieses Jahr müsste ich auf die gelben Blütenbälle verzichten. Gar zu lange hat sie auf sich warten lassen.

Und das hier ist mein absoluter Liebing. Dicentra spectabilis. Am liebsten würde ich mir den Gartenstuhl davor stellen und den ganzen Tag hinsehen. Geht aber nicht. Zum einen wegen der fehlenden Zeit, zum anderen wächst die Staude mitten im (Ab-)Hang, da würde gar kein Stuhl stehen bleiben.


Unkraut. Verzeihung - Wildkraut. Ajuga. Hübsch stehen die Blütenkerzen mitten in der Wiese. Macht nix, ich finde es schön. Natur eben.


Wie hübsch die panaschierten Blätter vom Pulmonaria aussehen. Je schattiger, desto ausgeprägter ist die Zeichnung.

Kirschlorbeerblüten sollen gut duften. Ich rieche nix.
Irgendwann hat sich ein Farn zu dem Busch versamt und unterstützt mit dem hellen grün die Leuchtkraft vom Euonymus "Emerald'n Gold".
Nochmal etwas panaschiertes: Vinca mayor. Bald wird es blühen.
Bunte Blätter der gelben Taubnessel. Ja verflixt, wie heißt das nochmal .... ach, Urticaria sowieso...
Abgeblühte Anemona nemorosa. Interessant sehen sie aus, die kleinen stacheligen Fruchtstände.
Und ein letztes "Wildkraut". Walderdbeere. Wächst überreich am Weg zum Gartenhaus, lädt ein zum Naschen und versüsst mir so den Aufstieg dorthin.