Donnerstag, 16. Oktober 2008

Ganz was anderes

Es ist bereits Mitte Oktober. Trotzdem blüht noch einiges im Garten. Ich habe gesammelt: Alchemillablätter, Borretschblüten, Kapuzinerkresse, Calendula, Oreganoblüten. Das soll etwas Besonderes werden. Nein - kein Duftpotpouri.
Alles klein geschnitten mit Mehl, Hefe, Olivenöl, Salz, Wasser und getrocknetem Oregano gemischt. Na, wisst ihr schon, was es wird?
Ein Kräuterbrot. Alles gut miteinander verknetet lag der Teig kunterbunt in der Schüssel. Etwas skeptisch habe ich die Sache schon betrachtet: "wie/ob das wohl schmecken wird? Wie gut, dass niemand von der Familie da ist. Wenn die wüssten! *hahaaa*"
Einige Zeit später, der Teig war prima aufgegangen, mit Mehl und frischem Thymian bestäubt gebacken. Oh, hmm.., wie das duftete. Ich konnte es kaum erwarten, bis es abgekühlt war, damit ich es anschneiden und probieren konnte.
Was soll ich euch sagen: Es schmeckte klasse. Was alles drinnen ist habe ich immer erst verraten, nachdem die "Probierer" den ersten Bissen geschluckt und "lecker" gesagt hatten. Jeder, aber auch jeder guckte verdutzt, "das man sowas essen kann?!" Gebacken hatte ich den Laib gestern Abend. Jetzt ist er schon alle. Mein Mann hat nicht ein Stück davon bekommen. Ich muss morgen nochmal sammeln gehen.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Amelachier lamarckii

Amelanchier lamarckii - Kupferfelsenbirne
Ich liebe diesen Baum. Er wird nicht zu groß, hat einen schlanken lockeren Wuchs. Im Frühjahr ist er schneeweiß während der Blüte. Die kleinen blauen Beeren, die sich im Sommer ausbilden schmecken unbeschreiblich. Ich meine, wie eine Mischung zwischen Birne und Heidelbeere. Die Vögel wissen allzugut um den Wohlgeschmack, drum muss mal sich eilen um etwas zu erwischen. Selbst jetzt im Herbst ist der Baum noch eine Augenweide. Die dunkle, fast schwarze Rinde ist ein effektvoller Kontrast zu der bunten Blätterpracht.






Mittwoch, 8. Oktober 2008

Bunte Blätter

In wundervoll warme Farben kleidet sich die Natur im Herbst. Einerseits freut man sich über dieses Phänomen, andererseits ist man schon ein bißchen traurig. Was folgt ist die trübe, graue Novembertristesse; und der Winter, der oft mehr mit Matsch und Regen glänzt als mit Frost und Schnee. Hier ein paar bunte Blätter aus meinem Garten:
Viburnum - Schneeball
Geranium pratense - Wiesenstorchschnabel

Euyonimus alatus - Korkspindelstrauch
Kolkwitzie - Perlmuttstrauch
Amelanchier lackmarnii - Kupferfelsenbirne

Ribes sanguineum - Zierjohannisbeere

Montag, 6. Oktober 2008

Apfelschwemme

Birnen und Pflaumen haben wir dieses Jahr keine einzigen an unseren Bäumen. Die Kirschen- und Holunderernte war sehr mager. Schlehen gibts es auch so gut wie keine.
Aber Äpfel! Solche Mengen warens schon seit Jahren nicht. Überall biegen sich die Äste unter der Last. Wir hatten ein super Rosenjahr - und wiederum stelle ich fest, dass solche Jahre auch super Apfeljahre sind.

Hmm, diese Sorte schmeckt mir am besten von unseren Äpfeln. Und am allerliebsten direkt vom Baum.
Also auf, am Samstag war es trocken und ich habe von unserem "Apfelsaftbaum" einen Korb voll gepflückt. Apfelsaftbaum deshalb, weil die Früchte zum Essen nicht taugen, sie schmecken nicht. Außerdem ist der Baum schon sehr alt, die Äpfel sind stipsig, wurmig, faulen schon oft am Baum. Viele Früchte fallen halb reif runter. Man sollte diese nicht liegen lassen, sondern möglichst rasch auflesen. Die Äpfel werden grob zerkleinert, wurmige und braune Stellen abgeschnitten. Dann ab in den Entsafter.
Deckel drauf, kochen lassen. Nein, fragt nicht, wie lange. Ich vergesse immer auf die Uhr zu schauen.
Zwischendurch hebe ich den Deckel und wenn es so aussieht, reichts. Ich stelle den Herd aus und lasse den Fruchtbrei über Nacht abtropfen. Dann wird abgezapft, gekocht und ...
... fertig. Ein paar Gläser Apfelgelee pur, weitere Gläser Apfel- mit Johannisbeersaft gemischt. Die Johannisbeeren hatte ich schon länger entsaftet und den Saft eingefroren. Frische Brötchen mit Butter und Gelee, dazu handgebrühten Kaffee, hmmmm, lecker!

Freitag, 3. Oktober 2008

Volkswandertag

In unserem Dorf fand heute der 1. Volkswandertag statt. Ein Verein hatte diese Idee und sich die Mühe gemacht geeignete Wege zu finden. Eine kurze Strecke von 8 Kilometer und eine lange Strecke von 16 Kilometern wurden hervorragend markiert, sodass sich auch kein ortsfremder Wanderer verlaufen konnte. Drei Raststationen wurden eingerichtet, an denen man sich mit Getränken und belegten Brötchen stärken konnte.

Das Wetter gab sich in den letzten Tag mehr als bescheiden, so dachten alle, die Sache würde sprichwörtlich ins Wasser fallen. Aber nachdem sich vormittags der Frühnebel aufgelöst hatte, flaute der teils kühle Wind ab, der Himmel riss auf und die Sonne schien vom teils wolkenlosen Himmel.


Die Beteiligung war grandios. 99 Wanderer hatten sich am Startpunkt angemeldet. Prämiert wurden am späten Nachmittag die zahlenmäßig größte Wandergruppe, der jüngste und der älteste Wanderer. Vor und in der Schutzhütte saß man noch eine Zeit beisammen und gemeinsam den Tag ausklingen zu lassen. Kurzum: es war eine gelungene Veranstaltung, eine Spass für alle Beteiligten, ein wunderschöner Herbsttag.

Nun lasse ich euch alleine mit weiteren Eindrücken von der Strecke durch den sich färbenden Herbstwald, genießt die schönen Aussichten, schaut welche großen und kleinen Tiere uns beim Wandern zugesehen haben.