Montag, 9. März 2009

erste Gartentour 2009

Ja. tatsächlich. Heute bei kaltem Wind und Schneeregen hatte ich eine erste Gartenbesichtigung. Ich war auf einen Kaffee zu einer Gartenfreundin gefahren. Viel ist in unseren Gefilden noch nicht zu entdecken, aber doch blühen bereits die Schneeglöckchen. Der erste Austrieb vom Phlox ist zu sehen. Ein lautes "ooooh schau mal" gabs beim Entdecken von zwei Helleborenblüten, die gestern noch verschlossen waren.
Dieser blaue Stuhl ist immer ein hübscher Blickfang. Im Sommer steht an dieser Stelle eine Bank.
Ich staune über ihren Elan beim Aussäen. Pikieren würde sie gerne, sagt meine Freundin. Gerade wenns draußen regnet, käme diese Arbeit recht. Nein, für solche fitzeligen Angelegenheiten hab ich keine Geduld.
Bestaunt wurden die bunten Fotos und die "interessanten" Beschreibungen im Staudenkatalog. Teils gibts ja fantasievolle Namen, unter denen Frau sich nichts vorstellen kann. Zum Glück ist meistens auch der botanische Namen mit angegeben.
Die Wurze sind prima über den langen kalten Winter gekommen. Sie wachsen in einem alten Spülbecken auf einer dicken Kiesschicht und sehr durchlässiger Erde.
Diese Exemplare fügen sich so herrlich in die Ritzen der Natursteinmauer.
Der Austrieb der Pulsatilla.

In elf Tagen ist der kalendarische Frühlingsanfang. Wie lange wird es wohl dauern, bis der Winter merkt, dass seine Zeit vorüber ist? Ein paar Mal wird er sich bestimmt noch aufbäumen, so leicht gibt dieser Geselle in Hessisch-Sibirien nicht auf.

Freitag, 6. März 2009

Gärten 2008 - Stein am Rhein

Wer weiß, wer das hier ist?? Ich sag's euch: Wilhelm Tell, der schweizerische Nationalheld.
Anm: da ist mir ein Fehler unterlaufen. Es ist nicht Wilhelm
Tell.
"Er wird der Eidgenosse (ein Soldat in fremden Diensten) genannt und hat
nichts mit unserem sog. "Nationalhelden" zu tun. Letzterer würde ja keine
Rüstung tragen." Zitat von Barbara in ihrem Kommentar, danke für die
Richtigstellung
Er steht auf seinem Postament in Stein am Rhein. Eine wunderschöne Stadt, die ich im vergangenen Sommer während meiner Kurzreise zu einer Gartenfreundin kennengelernt habe. Eingebettet in eine paradiesische Landschaft liegt sie an der Stelle, wo der Bodensee wieder zum Rhein wird.
Wer Interesse an der interessanten Geschichte der Stadt hat: http://www.stein-am-rhein.ch/xml_1/internet/de/application/d9/f44.cfm
Es war der letzte Tag meines Ausfluges an den Bodensee. Gemeinsam hatten wir die vergangenen Tage verschiedene Gärten besucht. Angefangen im Breisgau und den Schwarzwald, wo es zu einer Überraschungsbegegnung mit einer andere Gartenfreundin kam. Hey, das war ein Spass! Dafür bedanke ich mich nochmal ganz doll bei den beiden "Geheimniskrämerinnen". Schließlich gings auf die Höri und in die Schweiz. Abschließend sind ein wenig in der Stadt Stein spaziert. Wunderschöne Häuser mit viel Fachwerk und aufwändigen Malereien gilt es hier zu entdecken und zu bewundern.










Und natürlich haben wir diesen kleinen Dekoladen entdeckt. Die Auslagen wurden genauestens angesehen und begutachtet. Schließlich ist meine Gartenfreundin eine bekannte Künstlerin, die zu Hause eine kleine Werkstatt hat, in der sie allerlei hübsche Sachen aus Ton modelt und selbst brennt.



Diese Tonköpfe gefielen mir ausgesprochen gut. Leider habe ich mir kein Exemplar mitgenommen, darüber ärgere ich mich bis heute.


Dienstag, 3. März 2009

tierische Nachbarschaftsgeschichte

Vor einigen Tagen ereignete sich folgendes:

Unser Nachbarkater Tiger querte Luna's Weg. Scheinbar freundlich blickt er drein, als könne er kein Wässerchen trüben. Aber er ist ein Raufbold, will immer beweisen, dass er der Stärkere ist (scheinbar ....)Luna lässt sich nicht beeindrucken. Sie kann herrlich stur gucken. Ihr Blick spricht Bände. "Verschwinde, oder dir passiert was" scheint sie zu sagen.
Okay, denkt Tiger, mit dieser Dame ist nicht gut Kirschen essen. Ich gehe lieber. Sie ist eh stärker, gewitzter, flinker ...

Montag, 2. März 2009

Das war der Februar

Nun ist er vorbei, der Februar. Sehr wechselhaft hat er sich gezeigt. Viel Nebel, manchmal auch Sonnenschein. Regen gab es wenig, dafür reichlich Schnee. Wie erwartet. Bei uns ist der Februar der Haupt-Schneemonat.


Sieht schon klasse aus. Wenn dazu dann noch die Sonne scheint, gefällt selbst mir der Winter.
Aber, wechselhaft wie im November, gabs auch diese Aussichten:

Endlich haben wir uns eine neue Digikamera gekauft. Ich bin ganz begeistert von der Qualität der Fotos. Noch immer bin ich dabei, alle Funktionen rauszufinden und zu verstehen.


Ein ungeliebter Besucher war mal wieder im Garten *grrr*.
Nein, das sind keine Schokoladenostereier.
Und wieder ein nebliger trüber nasser Tag .. ach je, ich sehne mich so sehr nach dem Frühling. Nach Wärme, Sonne, Blumen, Vogelgezwitscher. Am 19.-ten haben wir die den ersten Kranichschwarm über unserem Haus gehört. Die Hoffnung steigt ...
Unterdessen ist hier und da der Schnee geschmolzen und gibt den Blick frei auf neues Leben. Kaum zu glauben! Der Boden ist noch bombenfest gefroren, trotzdem treibt der Phlox schon.
Und da - endlich - die ersten Schneeglöckchen.
Welche Freude. Bald werden die Winterlinge folgen, dann strahlt der ganze Vorgarten in hellem Gelb. Ich muss dringend nach meinen Cyclamen schauen, ob da auch schon Blüten zu sehen sind? Heute ist schon der 2. März, und eben fiel mir ein, dass ich DIESEN Monat, übernächste Woche schon!, in Urlaub fahre bzw. fliege.
Oh happy day.......

Freitag, 20. Februar 2009

Wintermarkt

Alle Jahre wieder lockt der Wintermarkt. Immer am Mittwoch vor Karneval findet dieser traditionelle Markt statt. Früher war es ein reiner Viehmarkt. Hinzu kamen dann Krämer mit allerlei Kurzwaren.
Mittlerweile findet man hier alles, was man braucht und nicht braucht. Strumpfwolle, Putzlappen und Gewürze für die Hausfrau, Süsses und Spielwaren für die Kinder. Man schlendert durch die Straße, schaut hier und da. Trifft Altbekannte, hält Schwätzchen. Viele ehemalige Dorfbewohner reisen extra zu diesem Tag in die alte Heimat, schließlich ist es das Ereignis des Jahres, da muss man dabei sein. Wenn der Magen knurrt, stellt man sich in die stets lange Schlange bei der Pommesbude an, aus der den ganzen Tag der Qualm wabbert.
Später trifft Mann und Frau sich in der kleinen hoffnungslos überfüllten Dorfkneipe. Und ist es noch so eng, es passt immer noch jemand rein. Urgemütlich ist es dort. Nun warten alle, dass es dunkel wird.
Denn dann zieht die Burschenschaft nebst musikalischer Untermalung eines Spielmannszug im Fackelschein durch das Dorf. Den VIP's wird ein Ständchen gebracht, wo neben dem obligaten Schnaps auch "eine kleine Spende" den Besitzer wechselt. Mit lauten Uffdaa und Täterää zieht der Lindwurm Richtung Bürgerhaus, um dort bei Musik und Tanz den Tag feuchtfröhlich ausklingen zu lassen.













Dies hier war meine diesjährige Ausbeute. Ein Beutel Hustenbonbons, diverse Gewürze, Glückwunschkarten ...
... und eine im Backhaus frisch geräucherte Forelle, garantiert fangfrisch vom Vortag aus dem See des stillgelegten Steinbruch.