Freitag, 16. Mai 2008

Mairegen

Den letzten Regen hatten wir im April. Schon eine Weile her. Mittlerweile waren alle Wasserfässer leer. Dann gestern:

Die Meteorologen haben sich einmal nicht geirrt. Es hat geregnet, und nicht wenig. Aber auch nicht zuviel resp. zu "hart". Ein bißchen Blitz und Donner war auch dabei. Einige Kilometer weiter hats arg gehagelt, die Gullideckel kamen hoch, Keller waren überflutet usw. Wir hatten Glück und blieben davon verschont.

Nun war ich heute schon sehr neugierig, wie es im Garten aussieht. Ob wirklich alles die Sache unbeschadet überstanden hat. Also auf zu einem Inspektionsrundgang.
Gut, die Tulpen in Renovierungsbeet stehen noch alle. Ich hatte Bedenken, sie wären geknickt.


Im leicht schattigen Baumbeet wachsen viele Hosta. Sie sehen alle gut aus, der Regen konnte den frischen Blätter nichts anhaben.


Die Akeleien fangen bald an zu blühen. Alle haben schon dicke Knospen, man erkennt schon die späteren Farben. Ich mag Akeleien, sie dürfen sich gerne aussamen und überall wachsen. Nur wo es gar zu ungünstig ist oder zu dicht wird, werden sie umgepflanzt. Platz habe ich ja genug.

Ah, die erste Blüte ist offen. Das war gestern noch nicht.
Ein Holunderbaum wächst als Beschattung beim Kompost. Er profitiert natürlich vom nahrhaften Standort. Bald wird er blühen und seinen zarten Duft durch den Garten schicken.


Vor allem auf den Alchemillablättern liegen die Regentropfen lange. Es sieht sehr hübsch aus.

Geranium phaeum Samobor. Den Stock hatte ich im Frühjahr komplett ausgegraben, geteilt und wieder eingepflanzt. Nun bin ich überrascht und erfreut, dass ich jetzt doch eine reiche Blüte habe.
Geranium phaeum Lily Lovell habe ich mir letztes Jahr geschenkt. Es ist schon gut gewachsen.
Weiter nun Richtung Gartenhaus. Oh, wie ist das Gras schon so hoch gewachsen. Da werde ich bald mit dem Heuen anfangen können.

Kaum zu glauben, noch vor zwei Wochen, zum 1. Mai, war hier fast nichts grün. Die Bäume im Hintergrund fast kahl. Und jetzt ist schon alles so üppig. Die Spirea arguta blüht nun schon fast drei Wochen.
Aber nicht mehr lange. Schon fallen die Blütenblätter und der Boden sieht aus wie mit Konfetti bestreut. Unbekannt Hosta, ein geschenkter Ableger einer Freundin, vor dem großen runden Busch von Geranium oxonianum Julie Brennan.

Buntes Durcheinander. Noch blühen Myosotis und Pulmonaria. Die Geraniümer behaupten ihren Platz, Alchemilla hat sich per Selbstsaat dazu gesellt. Die Centaurea zieht in ein paar Tagen ein blaues Band quer durch den Hang.

Hosta undulata ... (?). Ich weiß den Namen gerade nicht. Sie wächst und gedeiht überall, ob Sonne, ob Schatten. Und die Schnecken mögen sie gar nicht. Somit eine meiner besten und liebsten Sorten.
Ach schau an, Kerria japonica gibt sich auch mal die Ehre. Ich dachte schon, dieses Jahr müsste ich auf die gelben Blütenbälle verzichten. Gar zu lange hat sie auf sich warten lassen.

Und das hier ist mein absoluter Liebing. Dicentra spectabilis. Am liebsten würde ich mir den Gartenstuhl davor stellen und den ganzen Tag hinsehen. Geht aber nicht. Zum einen wegen der fehlenden Zeit, zum anderen wächst die Staude mitten im (Ab-)Hang, da würde gar kein Stuhl stehen bleiben.


Unkraut. Verzeihung - Wildkraut. Ajuga. Hübsch stehen die Blütenkerzen mitten in der Wiese. Macht nix, ich finde es schön. Natur eben.


Wie hübsch die panaschierten Blätter vom Pulmonaria aussehen. Je schattiger, desto ausgeprägter ist die Zeichnung.

Kirschlorbeerblüten sollen gut duften. Ich rieche nix.
Irgendwann hat sich ein Farn zu dem Busch versamt und unterstützt mit dem hellen grün die Leuchtkraft vom Euonymus "Emerald'n Gold".
Nochmal etwas panaschiertes: Vinca mayor. Bald wird es blühen.
Bunte Blätter der gelben Taubnessel. Ja verflixt, wie heißt das nochmal .... ach, Urticaria sowieso...
Abgeblühte Anemona nemorosa. Interessant sehen sie aus, die kleinen stacheligen Fruchtstände.
Und ein letztes "Wildkraut". Walderdbeere. Wächst überreich am Weg zum Gartenhaus, lädt ein zum Naschen und versüsst mir so den Aufstieg dorthin.

5 Kommentare:

Fuchsienrot hat gesagt…

Oh, wie schön Gudi, dein Garten sieht einfach wundervoll aus! Geranium werde ich mir in Zukunft auch noch einige Sorten anschaffen, bisher habe ich nur ein paar. Du hast eine tolle Sammlung zusammengetragen.
Bei uns hat es auch ganz ordentlich geregnet. Als der Himmel sich schlagartig verdunkelt hatte, befürchtete ich schon Schlimmes! Im letzten Jahr hatte mir ein Hagelgewitter etliche Hosta zerstört.:-(
LG und ein schönes WE
Angelika

Der Garten hat gesagt…

Wie schön, dass das Gewitter nur das lang ersehnte Nass und kaum Schäden gebracht hat. Der Garten sieht so herrlich erfrischt aus.
Hier hat es vorhin ganz ordentlich gegossen, da wird wohl einiges in den nächsten Tagen am Boden liegen und so manche Akelei am Wegesrand in der Vase wandern.
Es erstaunt mich jedes Jahr wieder, wie unterschiedlich weit jetzt die verschiedenen Gärten sind. Was bei dem einen gerade fast im Verblühen ist, steht woanders erst in Knospe. Da führen ein paar warme Tage doch schon zu erheblichen Unterschieden.
Auf jeden Fall es ist immer wieder schön hier auf dem Blog spazieren zu gehen.
Liebe Grüße und genügend, aber nicht zu heftigen Regen, damit es hier bald wieder so schöne Eindrücke vom frühsommerlichen Garten geben kann.
Silke

Monika hat gesagt…

Jetzt konnt ich wenigstens einen virtuellen Gartenspaziergang bei dir machen. Bei deinem Hang fühl ich mich ja gleich heimisch. Geraniümer lieb ich auch sehr. Die Schnecken mögen sie nicht und die vielen verschiedenen Wuchshöhen lassen keine Wünsche über.
Liebe Grüße Monika

Henny hat gesagt…

Ist schon toll wie viel Gemeinsames wir haben.
Ich lass die kleinen Erdbeeren auch überall wachsen, lecker hübsch und gratis*lach*

Barbara hat gesagt…

Das hat gut getan und war schön, dieser Spaziergang durch den noch etwas vom Regen nassen Garten! Ich habe auf deinen Bilder nun gesehen, dass dein Hanggarten ja viel steiler ist als meiner...und du anscheinend auch keine Schneckenplage hast (alle Blätter sehen so frisch und unversehrt aus = Hosta!). Der Holunder ist bei uns noch nicht so weit fortgeschritten wie bei euch. Geranium phaeum Sambor ist sehr dankbar und lässt sich schnell durch Teilung vermehren, wie ich auch festgestellt habe. Meine Pulmonaria ist eigenartigerweise nicht mehr erschienen, da werde ich mir wohl Ersatz holen müssen, dafür ist die Kerrie im Vormarsch durch den Garten und ich muss ihr Einhalt gebieten.
Liebe Grüsse und ein erholsames und hoffentlich wiederum sonniges Wochenende,
Barbara