Unser gesamtes Grundstück befindet sich in Schräglage. Die wenigen gerade Flächen sind belegt mit dem Wohnhaus, dem Gemüsegarten und dem Gartenhaus mit Sitzplatz.
Um das Gartenhaus herum ist ca. 800qm Wiese mit vielen Kräutern und Wildblumen. Diese Fläche wird ein-/zweimal jährlich gemäht. Für das Schwingen der Motorsense ist mein Mann zuständig. Ich für die "Herstellung" vom Heu.
Vergangenen Montag war es wieder soweit. Mein Mann hatte Zeit, ich ebenfalls (bzw. hatte ich mir diese Zeit zu nehmen). Also ran an die Maschinen.




Am Dienstag war es wunderbar heiß, genau das richtige Heuwetter. Und 1 x wenden, wegen meines Arbeitsbeginns musste es in der Mittagszeit geschehen, dauerte nur knapp 2 Stunden.
Bis zum nächsten Mittag war das Gras auf diesem oberen Wiesenstück nach mehrmaligem Wenden bereits trocken genug zum rechen und einsacken. Dann musste das Gras der schattigen Stellen zusammen gerauft und hochgetragen werden, dort wieder ausgebreitet, in der Hoffnung, dass das Wetter hält, es nicht zu regnen beginnt.Dummerweise war es den gesamten Tag über bedeckt und immer wieder sah es aus, als würde es zu regnen beginnen. Bis zum Abend hatte sich noch nicht viel getan mit dem restlichen Grasschnitt. Nein, so konnte es nicht in die Säcke. Also alles auf einen Haufen zusammen geben mit einem Stoßgebet zum Himmel: Bloss keinen Regen, bloss keinen Regen.



Am Donnerstag morgen, noch vor der Arbeit, wieder alles dünn auseinander breiten. Weiter auf Trockenwetter hoffen. Mittags von der Arbeit nach Hause gedüst, schnell in die Gartenklamotten und ab ins Heu ... denn es fing an zu tröpfeln. Und ich hatte großes Glück: Alles war trocken. Mit dem ersten Regenschauer war alles unter Dach und Fach.Ach nein, so eine Aufregung immer! Ich kann die Bauern gut verstehen, die Heu für ihr Vieh einbringen müssen. Die haben andere Mengen als ich zu bewältigen. Okay, sie haben auch andere Maschinen. Meine Maschinen sind allein meine Muskeln.
Hier zusammengestellt ein paar vorher-nachher-Aufnahmen zum "besser-vorstellen-können"


Und nun bleibt noch die Frage: Was mache ich mit den vielen Heu?
Tja, diverse familiär und freundschaftlich vorhandene Nagetiere freuen sich über das gute Futter und die Halter über den mühelosen, kostenlosen Erhalt desselben.
Warum ich diese Plagerei mache? Gegenfrage: Was soll ich mit den 800qm Steilhang machen? Jede Woche mit dem Rasenmäher bearbeiten???
Aber ich gebe offen zu: Es strengt an. Ich war am Donnerstag stehend kaputt. Geschlafen habe ich die vergangenen Nächte wie ein Stein.
2 Kommentare:
Ach, du meine Guete! Auch wenn ihr es nur 2x im Jahr macht, sieht es trotzdem nach einer Menge Arbeit aus. Und wie immer, soll das Wetter auch mitspielen. Ich bin noch immer nicht ganz aus dem Staunen uber deinen neueste Post raus - soviele verschieden Flaechen und alles so schoen angelegt. Ich glaube, ich wuerde mit der Arbeit einfach nicht nachkommen.
Wenn ich mir Deinen Post ansehe, bin ich wirklich froh, dass wir nur ein ganz ganz kleines Stückchen Wiese haben, das auch ohne Schnitt gut über den Sommer kommt.
Aber dafür habt Ihr bestimmt auch viel mehr Vielfalt in Euer Wiese!
Liebe Grüße
Silke
Kommentar veröffentlichen